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| 15:13 Uhr

Papitz
Vierbeiner sind die Starsauf dem Papitzer Feld

Mit diesem Zweiergespann lässt sich ein Pflug auch durch schweren Boden ziehen. Doch dafür muss der Landarbeiter genau wissen, was er macht. Wie Mensch und Tier auf dem Feld zusammenarbeiten, wurde am Sonntag in Papitz gezeigt.
Mit diesem Zweiergespann lässt sich ein Pflug auch durch schweren Boden ziehen. Doch dafür muss der Landarbeiter genau wissen, was er macht. Wie Mensch und Tier auf dem Feld zusammenarbeiten, wurde am Sonntag in Papitz gezeigt. FOTO: Marion Hirche
Papitz. Der Papitzer Pflügetag hat am Sonntag bei warmem Frühlingswetter Hunderte Zuschauer  ans Papitzer Feld gelockt. Zum neunten Mal luden Nico Skotarek und seine Helfer zu der Veranstaltung. Jahr um Jahr ist diese gewachsen. Diesmal glich der Pflügetag schon einem Volksfest mit Eis schlecken, Quarkbällchen schlemmen, Bratwurst futtern, Hüpfburg testen, über alte Landtechnik fachsimpeln und Schifferklaviermusik lauschen. Von Marion Hirche

Der Papitzer Pflügetag hat am Sonntag bei warmem Frühlingswetter Hunderte Zuschauer  ans Papitzer Feld gelockt. Zum neunten Mal luden Nico Skotarek und seine Helfer zu der Veranstaltung. Jahr um Jahr ist diese gewachsen. Diesmal glich der Pflügetag schon einem Volksfest mit Eis schlecken, Quarkbällchen schlemmen, Bratwurst futtern, Hüpfburg testen, über alte Landtechnik fachsimpeln und Schifferklaviermusik lauschen.

Die Attraktion waren aber wie immer die Pferde und ihre Gespannführer. Nico Skotarek sagte: „Es ist mein Anliegen, diese historische Arbeit mit Pferden zu zeigen. Das soll nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb freue ich mich, dass wir das Pflügen auch heute vorführen.“ Der Papitzer sorgt selbst dafür, dass das Wissen nicht verschwindet. Sein sechsjähriger Sohn Raphael zeigte am Sonntag wie geschickt er hinter dem Pflug arbeitet. Damit kann er eher Pflügen als Schreiben. Bei den Vorführungen erhielt der Nachwuchsfeldarbeiter von Tom Eichler aus Straußberg Unterstützung. Der wiederum auch Zuschauer zum Furchen ziehen animieren konnte. Zu den Vorführern gehörte auch Dorothee Wüstenhagen aus Werneuchen. Sie brachte besondere Pferde nach Papitz mit. „Das sind Mini-Shetlandponys“, erklärte sie. „Sie sind zum Reiten nicht geeignet. Aber sie bewegen sich gern. Ab und zu ziehen sie Wagen. Jetzt haben wir endlich auch einen Minipflug gefunden und nun können Biene und Maja auch Pflügen. Wir probieren das heute hier zum ersten Mal und es macht mir und den Shetis viel Spaß.“

Zu den aufmerksamen Beobachtern gehörte Ronhard Rinner aus Beeskow. „Wir haben zu Hause Pferde. Heute wollen wir nur den Tag genießen. Wir sind schon zum vierten Mal in Papitz dabei.“ Passend zum Sonntag trugen Jasmin Lukas, Karolina und Eva Krause aus Papitz ihre wendische Ausgehtracht. Nach dem Pflügen bewiesen sich einige junge Frauen auch als sichere Pferdelenker: Sie bewältigten mit ihren Vierbeinern einen Strohballen-Parcours.

Auch dafür war in Papitz gesorgt: Für die fachlichen Erläuterungen am Feldrand sorgte Dr. Siegfried Hoffmann.