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Cottbus
Viel Zuwachs bei den Vögeln

Tierparkdirektor Dr. Jens Kämmerling am neuen Netzgehege, das die Wasservögel vor Mardern und Habichten schützen soll.  Foto: Elsner
Tierparkdirektor Dr. Jens Kämmerling am neuen Netzgehege, das die Wasservögel vor Mardern und Habichten schützen soll. Foto: Elsner FOTO: Elsner / LR
Cottbus. 1300 Tiere leben derzeit im Cottbuser Tierpark. Neuzugang des Jahres waren zwei Tiger. Von Ulrike Elsner

Der Tierpark war auch in diesem Jahr eines der beliebtesten Ausflugszielen der Cottbuser. Bis Ende November wurden laut Tierparkdirektor Dr. Jens Kämmerling 143 000 Besucher gezählt. Auch wenn die Dezemberzahlen noch ausstehen, scheint klar, dass das Vorjahresergebnis von 153 000 Besuchern bis Ende Dezember wieder erreicht wird. Für den Tierparkchef ist das umso erfreulicher,  als die 30-tägige Schließung im Januar und Februar wegen der Vogelgrippe einen statistischen Verlust von rund 4500 Besuchern zur Folge hatte.

Allerdings hat das Jahr 2017 mit  einigen Neuzugänge einen  Tierparkbesuch noch attraktiver gemacht. So hat eine neue Gibbon-Dame aus Kronberg bei Frankfurt am Main im Affenhaus Einzug gehalten. „Die beiden Gibbons haben sich prima aneinander gewöhnt“, stellt Jens Kämmerling fest. Bei den Haubenkapuzineraffen hat ein Männchen aus Augsburg Einzug gehalten. „Wir hoffen zum Frühjahr auf Nachwuchs“, erklärt der Tierparkchef. Der Einzug der zwei jungen Sumatratiger Masat und Tangse war laut Kämmerling „die Ankunft des Jahres“. Seit Mitte Mai leben die Zwillingsbrüder im Cottbuser Tierpark. Ziel ist es, die Kater in etwa einem Jahr  zu verpaaren. Europaweit wird nach einer passenden Katze gesucht, die das Duo in Cottbus ergänzen kann. Wenn alles gut geht, können die Tierparkfreunde  2019 auf Tigernachwuchs hoffen.

Von den Leoparden gibt es nach dem 2015 geborenen Jungtier  keinen weiteren Zuchterfolg zu vermelden. Es gab einen Vierer-Wurf. Aber alle Tiere wurden tot geboren. Ein Grund dafür sei aber nicht gefunden worden, so Kämmerling.

Im Juni sind die beiden Silberäffchen Emilio und Silvana im Cottbuser Tierpark eingetroffen und haben als erste Bewohner das frisch sanierte Hexenhaus bezogen. Vor wenigen Wochen haben außerdem zwei Hellrote Ara – auch Arakanga genannt – im Tierpark Einzug gehalten. Sie sollen nach den Worten von Jens Kämmerling mit den fünf bereits vorhandenen Aras vergesellschaftet werden. Die Papageien sorgen nicht nur durch ihr buntes Gefieder für Aufmerksamkeit. Ihre durchdringenden Rufe beleben zudem das Stimmenkonzert im Park.

Auch bei den Wasservögeln gibt es Zuwachs. So hat der Cottbuser Tierpark aus Berlin einen Schuppensäger erhalten, der mit dem bereits vorhandenen Schuppensägerweibchen ein Brutpaar bilden soll. Der weltweite Bestand der in Ostasien beheimateten Art ist stark rückläufig und wird auf derzeit  1200 Brutpaare geschätzt.

Rein rechnerisch ist der  Bestand im Cottbuser Tierpark allerdings seit Jahren konstant und beträgt auch aktuell rund 1300 Tiere.