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| 18:01 Uhr

Straßenverkehr
Verwarngelder für Energie-Fans

Die Damaschkeallee in der Branitzer Siedlung ist als Spielstraße ausgeschildert. In so einem „verkehrsberuhigten Bereich“ gilt Schritttempo und das Parken ist nur in gekennzeichneten Bereichen erlaubt. 
Die Damaschkeallee in der Branitzer Siedlung ist als Spielstraße ausgeschildert. In so einem „verkehrsberuhigten Bereich“ gilt Schritttempo und das Parken ist nur in gekennzeichneten Bereichen erlaubt.  FOTO: LR / Daniel Steiger
Cottbus. Autofahrer ärgern sich über Strafen wegen Falschparkens in der Branitzer Siedlung.

„Ich finde es einfach nur befremdlich, dass die Stadt Cottbus das Großereignis der letzten Jahre nutzt, um abzukassieren. Mit wie wenig Fingerspitzengefühl agieren die Verantwortlichen der Stadt Cottbus?“, schreibt Matthias Noack aus Döbern an die Rundschau. Er war einer von 20 056 Gästen beim Aufstiegsspiel des FC Energie Cottbus am Sonntag. Was ihn zu dem Schreiben veranlasste, war ein Verwarngeld von 10 Euro, das er am Scheibenwischer seines Autos nach Abpfiff des Spieles vorfand. Er hatte in der Damaschkeallee in der Branitzer Siedlung geparkt, weil „meine Mutter (71 Jahre) wegen ihrer starken Gehbehinderung nicht mehr so weit laufen konnte“, wie Noack sagt.

Insgesamt wurden im gesamten Stadtgebiet an diesem Tag 113 Verwarngelder an Falschparker ausgesprochen, wie Stadtsprecher Jan Gloßmann auf RUNDSCHAU-Nachfrage mitteilte. Dabei war die Damaschkeallee mit 55 Strafen ein Schwerpunkt. Die Kontrollen in diesem Bereich finden seit mehreren Monaten regelmäßig bei Großveranstaltungen statt. Auslöser waren vermehrte Beschwerden von Anwohnern. So wurde unter anderem bemängelt, dass die Feuerwehr im Ernstfall wegen parkender Fahrzeuge ihren Einsatzort nicht erreichen könne. Daraufhin hatte die Feuerwehr dies einmal getestet. Ergebnis: Die Autos behinderten tatsächlich die Retter. Daraufhin reagierte die Stadt anfangs mit höflichen Hinweisen an die Autofahrer, später mit Verwarngeldern. Gloßmann: „Die Rechtslage ist dort eindeutig. Parken ist nicht erlaubt.“

(dst)