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| 02:33 Uhr

Verwaltung soll Rückkauf der Cottbuser Stadtwerke prüfen

Cottbus. Die Stadtverwaltung soll einen Rückkauf von Anteilen der Cottbuser Stadtwerke prüfen. Das haben die Cottbuser Volksvertreter am Dienstag in einer Sondersitzung einstimmig beschlossen. Sven Hering

Zuvor hatte sich Finanzbürgermeister Holger Kelch (CDU) die Rückendeckung der Kommunalaufsicht geholt. Die Genehmigungsbehörde in Potsdam könne sich vorstellen, dass die Stadt 25 Prozent der Anteile erwirbt, um Mehrheitsgesellschafter im Unternehmen zu werden. Voraussetzung sei allerdings, dass sich dieser Schritt rentiere, erklärte Kelch. Das soll nun durch ein Gutachten festgestellt werden. Dabei soll zunächst im Rathaus geprüft werden, ob die Stadt auf Ergebnisse der von der GWC bereits beauftragten Gutachter zurückgreifen kann. Die Gebäudewirtschaft hatte die Verhandlungen mit dem Hauptanteilseigner DKB abgebrochen, weil ihr nicht die benötigten Firmenunterlagen zur Verfügung gestellt worden waren. "Die Stadtwerke sollen nicht nur so heißen, sondern es auch wieder sein", fasste Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Drogla (SPD) am Dienstag das Ergebnis der Beratung zusammen.

"Stadtwerke gehören in kommunale Hände, die Stadtwerke Cottbus in die Hände der Cottbuser Kommune." Das fordern die Mitarbeiter des Unternehmens. Durch einen konsequenten Sanierungskurs würden die Stadtwerke wieder in ruhigen Fahrwassern schwimmen. Nun sollte auch die Stadt Cottbus davon profitieren, heißt es in einer Erklärung, die den Stadtverordneten übergeben worden ist. Gleichzeitig werden die Volksvertreter um Unterstützung gebeten. Im Zuge der Stadtwerkesanierung war den Beschäftigten nach eigenen Angaben eine Übertragung von drei Prozent der Unternehmensanteile zugesichert worden. Das war praktisch eine Gegenleistung für den jahrelangen Lohnverzicht. Doch noch immer weigere sich die Deutsche Kreditbank DKB als Hauptanteilseigner, die zugesagten Anteile der Beschäftigten zu übertragen. Jetzt soll das ein Gericht klären. Die Bank will sich zu den Vorwürfen nicht äußern.