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| 18:24 Uhr

Wassersport
Aus dem Bürosessel ins Drachenboot

Die Mannschaft von der Großgemeinde Kolkwitz trainierte in dieser Woche zum zweiten Mal für die Teilnahme an der Drachenbootregatta auf der Spree am 30. Juni ab Bootshaus Cottbus.
Die Mannschaft von der Großgemeinde Kolkwitz trainierte in dieser Woche zum zweiten Mal für die Teilnahme an der Drachenbootregatta auf der Spree am 30. Juni ab Bootshaus Cottbus. FOTO: Marion Hirche
Cottbus/Kolkwitz. Verwaltung der Großgemeinde Kolkwitz ist erstmals bei Cottbuser Drachenbootrennen dabei. Von Marion Hirche

Wenn am letzten Junitag die Drachenboote wieder über die Cottbuser Spree fliegen, dann sind erstmals auch Mitarbeiter der Verwaltung der Großgemeinde Kolkwitz mit dabei. „Die Heike ist dran schuld, sie hat das angeregt“, ist von Bürgermeister Karsten Schreiber zu erfahren. Mit Heike Seidel meint er seine Mitarbeiterin vom Bau- und Liegenschaftsamt. Sie machte den Vorschlag und in der Frühstücksrunde der Verwaltung gab es dazu spontan Zustimmung. Neben Mitarbeitern aus dem Haus und dem Bauhof gesellten sich auch Ortsbeiratsmitglieder und Abgeordnete zum Team. „Ich finde es toll, dass diese Idee so Anklang fand. So eine Regatta ist gut für das Team und für den Geist in der Mannschaft. Das ist eine Art vertrauensbildende Maßnahme“, freut sich der Bürgermeister, der natürlich auch im Boot sitzt.

Drei Trainingszeiten haben die Kolkwitzer Neulinge am Bootshaus des ESV LOK RAW Cottbus. Gregor Albrecht, der Cheforganisator der 17. Drachenbootregatta, ist ihr  Trainer. Beim zweiten Training war die Rundschau dabei: Gemeinsam wurde das Boot über die Rollen zu Wasser gelassen, jeder hatte schon beim ersten Training seinen Platz im Boot gefunden. Der Mann vom Kanuverein erklärte noch mal: „Beim Paddeln ist es wichtig, dass man richtig sitzt. Es muss gerade gepaddelt werden und die linke Hand muss möglichst weit oben sein.“ Das beherzigen die Kolkwitzer. Unter ihnen Martin Mathow, der Ordnungsamtsleiter. „Ich weiß, dass wir eine gute Truppe sind. Wir werden erfolgreich sein“, ist er überzeugt. Enrico Dahlitz ist Papitzer Ortsvorsteher und voll motiviert: „Das ist doch mal was ganz besonderes, sonst sitzen wir nur über Papieren und schwitzen bei Entscheidungen im Parlament.“

Nach dem Einstieg, neben Bürgermeister Karsten Scherieber hat der Einzige Platz genommen, der schon Meriten im Drachenrennsport vorweisen kann:  Tobias Rehnus ist der Freund der Schreibertochter, trainiert als Kanute und hat vor zwei Jahren mit dem Team „Würfelbude“ das Nachtrennen in Cottbus gewonnen. Alle anderen sind absolute Neulinge und legen sich mächtig ins Zeug. Erstmals wurde auch mit Trommler trainiert.  Jonathan Patzig ist der Jüngste im Boot, Sohn vom CDU-Abgeordneten Jörg Patzig. Ihm erklärte Albrecht, dass er zuletzt einsteigen muss, damit er nicht schon vorher von dem wackligen Sitz kippt. Er meisterte diese Hürde mit Bravour und dann konnten die Kolkwitzer loslegen. Zum Auftakt gab es gleich ein kleines Rennen. Auf der Spree war auch noch ein kleines Drachenboot mit zehn Sportlern unterwegs. Gegen dieses Boot veranstaltete die Kolkwitzer zum Warmmachen ein kleines Duell. Allerdings ein ungleicher Vergleich, denn sie  fahren ja mit 20 Mannschaftsmitgliedern.  Sie gewannen dann auch erwartungsgemäß. Im Anschluss gab es dann noch einige Touren  für die Neulinge. In dieser Woche wird nochmal trainiert und dann hoffen sie, fit zu sein für den Start am 30. Juni ab 9 Uhr. „Wir haben auch schon einen Schlachtruf und werden rechtzeitig unsere Zelte aufbauen, damit wir gut in den Wettbewerb starten.“ Die Kolkwitzer sind eins von sieben neuen Teams, die am 30. Juni dabei sind. Gregor Albrecht freut sich über diesen Zuspruch.