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| 17:03 Uhr

Peitz
Museumsfischer vernetzen sich

In Peitz gab es am Wochenanfang ein Treffen von Vertretern von Fischereimuseen. Sie machten sich mit dem Peitzer Eisenhütten- und Fischereimuseum bekannt und tauschten Erfahrung aus. Peitzer Schüler berichteten über ihr Projekt „Karpfen trifft Kunst“.
In Peitz gab es am Wochenanfang ein Treffen von Vertretern von Fischereimuseen. Sie machten sich mit dem Peitzer Eisenhütten- und Fischereimuseum bekannt und tauschten Erfahrung aus. Peitzer Schüler berichteten über ihr Projekt „Karpfen trifft Kunst“. FOTO: Marion Hirche
Peitz. Vertreter von deutschen Fischereimuseen und Ausstellungen zu Gast bei Workshops in Peitz. Von Marion Hirche

Vertreter von deutschen Fischereimuseen und von fischerei­thematischen Ausstellungen haben  sich in Peitz getroffen. Am Montag und Dienstag haben sie über Möglichkeiten der Zusammenarbeit beraten, sich über ihre Einrichtungen informiert und das Peitzer Eisenhütten- und Fischereimuseum kennengelernt. In Deutschland gibt es 35 Fischereimuseen oder Museen mit  Abteilungen über die Fischerei. Zum dritten Mal überhaupt gab es so ein Treffen. Vertreter aus Leipzig, Stralsund,  Starnberg,  Wartha und Tirschenreuth   folgten der Einladung.

Amtsdirektorin Elvira Hölzner begrüßte die Gäste und sprach über die Bedeutung der Peitzer Fischwirtschaft als  Wirtschaftsgröße und  Tourismusangebot. Der Vorsitzende des Fördervereins Hüttenwerk Peitz gab bei der Einführung einen Überblick über die Museen, die sich fast alle in Wassernähe befinden: „Wir haben 19 Einrichtungen, die sich der Fluss- und Seefischerei widmen. Neun zeigen Historisches aus der Meeres- und Küstenfischerei und vier beziehen sich auf die  Teichfischerei.“

In der Vorstellungsrunde berichtete Matthias Kopp von der „Fischwelt Leipzig“ über sein im vergangenen Jahr eröffnetes Bildungs- und Informationszentrum. Er stellte zahlreiche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche vor: „Wir bauen mit den Kindern ein Flussbett mit der einheimischen Flora und Fauna  nach. Das macht den jungen Besuchern immer sehr viel Spaß.“ Thomas Förster vom deutschen Meeresmuseum erklärte, dass unter diesem Dach gleich vier Einrichtungen wirken: das deutsche Meeresmuseum und das Ozeaneum in Stralsund, das Natureum auf dem Darß und das Nautineum auf dem Kleinen Dänholm.

 Susanne  Bärisch von „Haus der 1000 Teiche“ in Wartha  in der  Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft erzählte: „Wir haben als Symbolfigur Fischer Klaus. Der berichtet über seine Arbeit im Lauf des Jahres.“ Im Lochmannhaus, dem ältesten  Bauernhaus der Region, mit benachbartem Neubau befindet sich das Museum  Starnberger See. Sibylle Küttner erläuterte, dass es in ihrem Heimatmuseum, auch eine fischereithematische Ausstellung gibt.  Hans Enslein aus Tirschenreuth stellte sein Museumsquartier vor.

Nach dieser Runde fachsimpelten die Teilnehmer über Finanzierungsmöglichkeiten und  über Kinder- und Jugendarbeit.  Der Austausch von Materialien über die Beschäftigung mit dem Nachwuchs wurde ebenso vereinbart, wie  das Auslegen von Informationsmaterialien in allen Einrichtungen.  Dem Aufbau einer gemeinsamen Datenbank stimmten die Teilnehmer zu.  Dietrich Kunkel vom Peitzer Hüttenwerksverein stellte seine Einrichtung vor, lud am zweiten Tag zur Tagebau- und Kraftwerksexkursion mit fischereilichem Aspekt ein. Zudem  referierte er über die Archivarbeit der Peitzer.  Schüler der Oberschule „Peitzer Land“ stellten ihr Projekt „Karpfen trifft Kunst“ vor. „Mir hat das Treffen sehr viel gegeben. Obwohl wir sehr unterschiedliche Voraussetzungen als Museen haben, wir sind da natürlich sehr im Vorteil, kann man voneinander lernen.  Ich würde mich freuen, wenn dieser Erfahrungsaustausch fortgesetzt wird. Ich könnte mir vorstellen, beim nächsten Mal Gastgeber zu sein“, sagte Thomas Förster vom Meeresmuseum Stralsund.  Auch Sibylle Küttner vom Starnberger See meinte, dass sich der weite Weg aus Bayern in die Lausitz gelohnt hat: „So eine Vernetzung ist gut. Ich habe viele Ideen mitgenommen.“