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| 21:02 Uhr

Cottbus absurd
Ein merkwürdiger Schilderwald in der Spremberger Vorstadt

Parken sollte man hier wirklich nicht: So gründlich ist die Beschilderung in der Ottilienstraße .
Parken sollte man hier wirklich nicht: So gründlich ist die Beschilderung in der Ottilienstraße . FOTO: Götze Klaus
Cottbus. Wenn die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut: das Halteverbot in der Ottilienstraße.

Verkehrsschilder sind aus dem Straßenverkehrsgeschehen nicht wegzudenken, sorgen für Ordnung und das Einhalten von Regeln. Übertreiben sollte man es damit allerdings nicht. Das meint zumindest RUNDSCHAU-Leser Klaus Götze, der sich beim Anblick der Ottilienstraße in der Spremberger Vorstadt verwundert die Augen rieb. Entlang der gesamten Straße stehen derzeit Halteverbotsschilder, ein gutes Dutzend, ordentlich aufgereiht. Bei genauem Hinsehen fällt auf: Nicht nur die Fülle der Schilder ist absurd, sie widersprechen sich auch noch. Die einen verbieten das Halten ab dem 18. Juli, die anderen gelten schon seit Montag. „Bilder deutscher Gründlichkeit“, sagt Klaus Götze und fragt gleich mal nach den Kosten für diesen Schilderwahnsinn.

Die RUNDSCHAU hat nachgefragt. Tatsächlich, so Rathaus-Sprecher Jan Gloßmann, handelt es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände: Nahezu zeitgleich werden in der Ottilienstraße Kanalarbeiten und Straßenarbeiten vorgenommen. Beide Firmen haben korrekt gehandelt und Verbotsschilder aufgestellt. Jan Gloßmann: „Die Firma, die für die Arbeiten am Straßenbelag zuständig ist, hat für das Aufstellen der Schilder eine Genehmigung, die das ganze Jahr über gilt.“ Da sie die Maßnahme in der Ottilienstraße nicht extra anmelden musste, fiel die Dopplung mit den Kanalarbeiten nicht auf. Die Kosten für das Aufstellen der Schilder tragen die Firmen übrigens selbst.

(hil)