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Ex-Stasi-Flugzeug aus Vorpommern
Verladen der Tupolew für Cottbus hat begonnen

Die TU 134 wird für Reise nach Cottbus verladen FOTO: dpa
Grünz/Cottbus. Nach monatelanger Vorbereitung haben Flugzeug-Experten am Montag in Grünz (Kreis Vorpommern-Greifswald) mit der Verladung einer Tupolew 134 begonnen. Am Abend soll der Transport auf die Straße gehen.

Enrico Peiler vom Flugplatzmuseum Cottbus bestätigte am Morgen den erfolgreichen Start. „Das Schwierigste wird der mehr als 30 Meter lange Rumpf sein, der außerdem 6,20 Meter breit ist.“ Für ihn kommt am Nachmittag ein extra langer Schwerlast-Lastwagen.

Die ehemals russische Passagiermaschine hatte die DDR-Staatssicherheit ab 1984 in der Nähe von Grünz genutzt, um Anti-Terroreinsätze zu trainieren. Nach 1990 holte sie ein Gastwirt nach Grünz, indem er die Maschine mit Hilfe etlicher Traktoren über Felder zog.

Das Flugzeug hatte mehr als 20 Jahre im Garten des Gastwirtes gestanden. Er wollte dort ein Café einrichten, war aber am Widerstand der Behörden gescheitert und hatte die Maschine schließlich aus Altersgründen an das Flugplatzmuseum in Cottbus abgegeben. Sie soll mit insgesamt vier Schwerlast-Lkw und aufwendigen Sperrungen über Penkun und dann die Autobahnen ab Montagabend nach Cottbus gebracht werden. Dort soll die ungewöhnliche Fracht ab Mittwoch entladen, wieder zusammengebaut und als größtes Ausstellungsstück des Museums wieder gezeigt werden.

(dpa)