Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD) hat das vorgelegte Mobilitätskonzept für die Cottbuser Altstadt im Stadtparlament verteidigt. „Es ist unsere ureigene Aufgabe, unsere Stadt immer weiter etwas schöner und lebenswerter zu machen“, erklärte sie und fügte an: „Und man erwartet von uns zu Recht, dass wir verschiedene Varianten untersuchen lassen und mit konkreten Vorschlägen sowie einem stimmigen Gesamtkonzept in die Debatte kommen.“

Cottbus will nicht Autos, aber den Durchgangsverkehr aussperren

Die Bürgermeisterin verantwortet als Beigeordnete zudem den Geschäftsbereich Stadtentwicklung und Bauen. Sie warnte vor einer Debatte mit verkürzten Inhalten. In den Schlagzeilen und sozialen Medien sei von einer Sperrung der Altstadt für Autos die Rede. „Das stimmt so nicht“, betonte sie. „Nicht das Auto mit dem Verbrennungsmotor wird verbannt – wie es im Übrigen in anderen Städten schon diskutiert wird – sondern nur der Durchgangsverkehr.“ Die Stadt brauche keine „Showfahrten über den Altmarkt“. Dafür gab es unterstützendes Klopfen aus den Reihen von Grünen, SPD und Linke.

Cottbuser Stadtspitze wünscht sich eine breite Debatte

Der Lieferverkehr sowie die Zufahrt für Behinderte und Anwohner blieben gewährleistet. „Aber der Konzeptentwurf ist deutlich weiter gefasst und betrifft Fußgänger, Radfahrer, Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs und Autofahrer gleichermaßen wie Besucher, Anwohner, Händler und Gewerbetreibende.“ Die Debatte sei eröffnet. Die Anregungen gesammelt.

„Danach wird das Konzept überarbeitet“, versicherte sie. Danach ginge es weiter in den Fachausschüssen und im Stadtparlament. Niemand werde ausgeschlossen. „Wenn wir soweit sind, kann das Konzept vor oder kurz nach der Sommerpause beschlossen und damit demokratisch legitimiert werden.“