Mit der Errichtung der Faunabrücke im Rahmen des Baus der neuen Ortsumgehung Cottbus starten die Bauarbeiten für eines der größten Bauvorhaben des Landesbetriebs Straßenwesen in diesem Jahr. Bereits 2020 wurde die Errichtung der Faunabrücke vorbereitet, die Bauarbeiten werden seit gestern fortgesetzt und sollen 2022 beendet sein. Die Bauzeit für das gesamte Projekt dauert voraussichtlich bis 2025.

Ortsumfahrung soll die Innenstadt von Cottbus entlasten

Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann: „Die Ortsumgehung Cottbus leistet einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung in der Lausitz. So wird sie die Vernetzung des Oberzentrums Cottbus und der Lausitz mit dem Bundesfernstraßennetz erheblich verbessern. Durch den neuen Verkehrsabschnitt können zudem die verkehrliche Belastung in der Innenstadt von Cottbus und das Unfallrisiko insgesamt reduziert werden. Dabei finden auch die besonderen ökologischen Erfordernisse entlang der Strecke Berücksichtigung.“
Mit dem nun gestarteten Bau des 2. Verkehrsabschnittes der Ortsumfahrung Cottbus wird der Netzschluss des bereits fertiggestellten 1. Verkehrsabschnittes zur A 15 hergestellt. Es wird ein zusammenhängender, leistungsstarker Straßenabschnitt in einer hohen Qualität ohne Ortsdurchfahren und mit ausreichenden Überholmöglichkeiten für den Verkehr geschaffen.

Ortsumfahrung Cottbus hat eine Länge von 8,2 Kilometer

Die Baustrecke hat eine Länge von etwa 8,2 Kilometer und reicht vom Knotenpunkt der Landesstraße L 49 mit der Bundesstraße B 168 bis zur neuen Anschlussstelle der Autobahn A 15 südöstlich von Cottbus. Damit erhält die Region eine weitere Autobahnanschlussstelle. Auch entsteht ein Knotenpunkt der B 97n mit der neuen Trasse der B 168n. Von dort wird die B 97n zur B 97 Richtung Guben geführt. Der Trassenkorridor B 97 und die Knotenpunktgestaltung B 97/ L 49 wurden unter der Beachtung von Brutplätzen des Seeadlers festgelegt.
Die Planung für die Ortsumgehung Cottbus wurde nach dem Beteiligungsverfahren im Rahmen der Planfeststellung geändert. Nach Einwendungen der Bürger von Kahren verläuft die Strecke gegenüber der ursprünglichen Planung 200 Meter weiter östlich der Ortschaft.

Ortsumfahrung Cottbus soll bis 2025 fertig sein

Die Faunabrücke wird als biegesteifer Stahlbetonrahmen mit einer lichten Weite von etwa 22 Metern über die Bundesstraße B 168 (später B 97n) und einer Breite von etwa 30 Metern ausgeführt. Das Bauwerk verbindet die Lebensräume der Tiere in der Region, die die Brücke über etwa 15 Prozent geneigte Rampen überqueren können.
Bis 2025 wird die neue Kraftfahrtstraße mit Überholabschnitten und drei Knotenpunkten gebaut. Ergänzend dazu ist die Errichtung von zwölf Brücken geplant, darunter sind neben der Faunabrücke auch weitere Durchlässe für Wildtiere. Östlich von Kahren auf der B 97n wird das Wild die neue Straße unter- beziehungsweise überqueren. Vier weitere Durchlässe sind für Kleintiere vorgesehen. Die Gesamt-Baukosten liegen bei etwa 57 Millionen Euro.