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| 09:10 Uhr

Extra-Lob von der Polizei
Verkäuferin verhindert Trickbetrug gegen Rentnerin

Per Telefon melden sich die Trickbetrüger bevorzugt bei älteren Menschen, um diese mit immer neuen Lügengeschichten um ihr Erspartes zu bringen.
Per Telefon melden sich die Trickbetrüger bevorzugt bei älteren Menschen, um diese mit immer neuen Lügengeschichten um ihr Erspartes zu bringen. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Cottbus. Eine aufmerksame Verkäuferin hat am Montag in Cottbus eine Rentnerin vor großem Schaden bewahrt. Trickbetrüger wollten die Frau hereinlegen. Die hinzugerufene Polizei konnte Schlimmeres verhindern. Von Bodo Baumert

Telefonbetrüger haben mal wieder versucht, in Cottbus eine Rentnerin auszunehmen. Diesmal allerdings scheiterte ihr Vorhaben – dank der Aufmerksamkeit einer Verkäuferin.

Die Frau hatte am Montagnachmittag in einem Verbrauchermarkt in Cottbus eine ältere Dame (65) vor sich, die in großer Zahl sogenannte Spielkarten einkaufen wollte, mit denen mal nach dem Freirubeln Geld gewinnen kann. Die Karten sind bei Trickbetrügern als „Zahlungsmittel“ beliebt, weil diese so anonym an Geld kommen können. Angesichts der großen Zahl von Karten wurde die Verkäuferin stutzig und fragte nach.

Die ältere Dame reagierte allerdings unwirsch und erzählte nur etwas von einem Notar und einem Gewinn. Und wenn sie hier nicht mehr Karten bekomme, dann müsse sie eben zum nächsten Verbrauchermarkt gehen. Die Verkäuferin alarmierte daraufhin die Polizei.

Die eintreffenden Polizisten fanden die 65-Jährige kurz darauf und sprachen sie an. Im Dialog wurde der Hintergrund schnell klar. Betrüger hatten der Frau per Telefon erklärt, sie hätte 49 000 Euro gewonnen. Zur Abwicklung des Gewinns sei es lediglich nötig, über die bekannten Spielkarten Geld an eine bestimmte Adresse zu senden. Dann könne der Gewinn ausgezahlt werden. Ein Muster, das bei den Betrugsversuchen immer wieder zum Tragen kommt.

Nachdem die Polizisten ihr die Augen geöffnet hatten, berichtete die 65-Jährige, dass sie bereits Karten im Wert von 600 Euro gekauft hatte. Glück im Unglück: Der Verbrauchermarkt war auf Bitten der Polizei bereit, die noch ungenutzten Karten komplett zurückzunehmen.

Die Geschädigte sei so mit einem blauen Auge davongekommen, sagt Polizeisprecher Ralph Meier und lobt zugleich die Aufmerksamkeit der Verkäuferin. „Sie hat sich wirklich umsichtig verhalten und so schlimmeren Schaden verhindert“.

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