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| 15:41 Uhr

Offener Brief
Stadt soll Einfluss auf Tarifstreit am CTK nehmen

Cottbus. Die Gewerkschaft Verdi hofft auf eine stärkere Einmischung durch den Oberbürgermeister und die Stadtverordneten.

In einem offenen Brief an den Oberbürgermeister und an die Stadtverordnetenversammlung fordert die Gewerkschaft Verdi die Kommunalpolitik auf, sich umgehend in die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Carl-Thiem-Klinikum und mit dessen Tochtergesellschaft, der Thiem-Service GmbH (TSG), einzumischen. „Die Cottbuser Kommunalpolitik muss endlich erkennen, dass sie dafür verantwortlich ist, dass die Beschäftigten des Carl-Thiem-Klinikums 28 Jahre nach der Deutschen Einheit immer noch keinen West-Tarif erhalten“, so Heike Plechte, Verdi-Bezirksgeschäftsführerin.

Götz Brodermann, Geschäftsführer des CTK, hatte bei den Tarifverhandlungen am 23. Januar die Übernahme der Tarifregelungen des öffentlichen Dienstes und somit den West-Tarif abgelehnt. „Das CTK kann den West-Tarif sofort zahlen“, so Ralf Franke, Verhandlungsführer von Verdi. Obwohl 2005 bis 2016 Abschreibungen auf Investitionen im Umfang von rund 116 Millionen Euro gebucht wurden, hatte das CTK nach Gewerkschaftsangaben in diesem Zeitraum Überschüsse im Umfang von 62,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Götz Brodermann hat immer wieder betont, dass das Land zu wenig Mittel für Investitionen zur Verfügung stellt, das Klinikum daher querfinanzieren und auch im Bereich Personal sparen müsse. Die Tarifverhandlungen gehen am 13./15. Februar weiter.

(red/hil)