Der jetzt vorgegebene Personalabbau sei bis Ende 2006 im geforderten Maß umsetzbar, teilte Verdi-Sekretär Ralf Franke mit. Der weitere Abbau von 154 Vollzeit-Stellen bis Ende 2008 sei ebenfalls durch vorgezogene Altersrente und Altersübergang gesichert. „Eine pauschale Reduzierung der Arbeitszeit mit entsprechender Lohnkürzung sowie betriebsbedingte Kündigungen, wie von Stadtverordneten gefordert, lehnt Verdi ab“ , so Franke. Diese Kürzung würde die Ergebnisse der Kienbaum-Studie zur Rathaus-Struktur in Frage stellen, erklärte die Gewerkschaft. „Mit weniger Personal als von Kienbaum ermittelt können die Aufgaben der Stadtverwaltung nicht erbracht werden.“
Auch der Personalrat hatte sich dafür ausgesprochen, zunächst nur Betriebsvereinbarungen über höhere Abfindungen sowie einem Ausgleich bei Rentenzahlungen zuzustimmen. Damit werde ein Anreiz für die Mitarbeiter geschaffen, ihre Jobs aufzugeben, sagte Personalrats-Vorsitzende Regina Hartnick. Vor betriebs-bedingten Kündigungen müsse der Arbeitgeber zunächst die Veränderungen der Aufgaben beschreiben.
Die Stadtverordneten sollen auf ihrer Sitzung am Mittwoch den städtischen Haushalt beschließen. In dessen Rahmen werden dabei auch die Dienstvereinbarungen befürwortet. Ab 2007 sollen die Personalkosten im Rathaus nötigenfalls über Kündigungen, als Ausweich über die Kürzung von Arbeitszeit und Lohn schneller gesenkt werden, um den Haushalt spürbar zu entlasten, erklärte Oberbürgermeisterin Karin Rätzel. (jg)