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| 04:14 Uhr

Verdi fordert Korrektur des Kita-Konzeptes

Cottbus. Die Cottbuser Verdi-Bezirksverwaltung hat die Stadtverordneten aufgefordert, die von der Verwaltung erarbeitete Kita-Finanzierungsrichtlinie in der derzeitigen Form nicht zu beschließen.

Träger, die die Erzieher in ihren Einrichtungen nach dem für den öffentlichen Dienst gültigen Tarifvertrag bezahlen, würden benachteiligt, begründet Gewerkschaftssekretär Ralf Franke den Vorstoß.

Nach der neuen Finanzierungsrichtlinie sollen Betriebs- und Personalkosten von Kindertagesstätten für alle Träger nach einem einheitlichen Schlüssel pauschal erstattet werden. Dabei werde aber nicht berücksichtigt, so Franke, das nur ein Teil der freien Träger sich auch an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gebunden fühlt. "So zahlen zum Beispiel die größten freien Träger von Kitas in Cottbus, die Fröbel gGmbH mit elf Einrichtungen und die PeWoBe gGmbH mit fünf Einrichtungen, aber auch kleinere Träger wie die Kirchgemeinden, Volkssolidarität, AWO und Johanniter Unfallhilfe ein viel geringeres Entgelt auf der Basis von individuellen Arbeitsverträgen", so Franke. Sie würden nach der neuen Richtlinie aber die gleiche Personalkostenpauschale erhalten wie Einrichtungen, die sich an den Tarifvertrag gebunden fühlen.

Sie könnten deshalb das Geld für andere Ausgaben nutzen oder "unkontrolliert Rücklagen" bilden, so Franke.

Der Verdi-Lösungsvorschlag: Entweder alle Träger verpflichten sich zur Zahlung des Tarifentgeltes oder für jeden Träger müsse ein individueller Personalkostenzuschuss ermittelt werden. sh