Die Drückerkolonnen verfahren dabei laut Baumgarten immer nach der gleichen Masche. Geklingelt werde wahllos an der Haustür. Anschließend stellten sich die Werber als Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens vor. "Schon das stimmt in der Regel nicht", erklärt Baumgarten. Im Gespräch werde dann versucht, das Vertrauen der Leute zu gewinnen, um anschließend einen Blick in die bereits bestehenden Telefon- oder Stromverträge werfen zu können. "Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten die Alarmglocken läuten", sagt Wolfgang Baumgarten. "Verträge, die ich abgeschlossen habe, gehen niemanden etwas an", ergänzt er.

Geködert werden sollen die neuen Kunden dann mit Sonderkonditionen. Diese gebe es nur heute, sei eine beliebte Aussage. "Damit wollen die Werber verhindern, dass der Kunde die vorgelegten Verträge in aller Ruhe studieren kann", sagt Baumgarten. Manch einer lasse sich deshalb vorschnell zu einer Unterschrift noch an der Wohnungstür hinreißen und habe dann nicht selten einen wesentlich teureren Vertrag am Hals .