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Verblüffende Ideen zu Themen aus Technik, Musik, Natur, Gesellschaft

Dr. Martin Stelzig im Gespräch mit Studierenden während der Eröffnung seiner Ausstellung.
Dr. Martin Stelzig im Gespräch mit Studierenden während der Eröffnung seiner Ausstellung. FOTO: Ralf-Peter Witzmann/BTU
Cottbus. Eine Ausstellung des Berliner Malers und Grafikers Dr. Martin Stelzig unter dem Titel "Collagen" wird seit dieser Woche an der BTU in Cottbus-Sachsendorf gezeigt. red/ue

Das Institut für Soziale Arbeit präsentiert die Werke bis zum 23. Januar 2017 in der ersten Etage des Gebäudes 10 in der Lipezker Straße 47. Darüber informiert Universitätssprecher Ralf-Peter Witzmann.

Sowohl Studierende als auch weitere Interessierte waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung gefolgt. Mit Gitarrenmusik stimmte Richard Schönfelder aus dem Studiengang Instrumental- und Gesangspädagogik die Besucher auf die visuellen Eindrücke ein.

Dr. Stelzig gab eine Einführung in die zeitgenössische Kunstform der Collage, die zuerst um das Jahr 1910 von den französischen Kubisten einbezogen wurde. Bei den Dadaisten erreichte die Kunst der Collage einen Höhepunkt. Später gebrauchte die Pop-Art dieses bildnerische Verfahren vielfach.

Collagen werden nicht nur zunehmend für Plakate, Buchumschläge oder Literaturillustrationen verwendet, die Collagetechnik hat auch pädagogische und therapeutische Bedeutung und ist vom Schulkind bis zum Rentner erfolgreich einsetzbar.

Mit seinen an der BTU Cottbus-Senftenberg gezeigten Collagen möchte der Künstler nach eigenen Worten insbesondere den Studierenden Anregungen für den Einsatz dieses bildnerischen Verfahrens geben. In 57 Rahmen können die Besucher jeweils zwei oder vier Collagen, vorrangig im Format A4, betrachten. Mit oftmals verblüffenden Grundideen werden Themen aus den Bereichen Technik, Musik, Natur, Geld oder Reisen behandelt.

Daneben gibt es geometrische Formen und Arbeiten, die den Besucher besonders fordern, ihm im Falle des auf dem Stier reitenden Europas gar Kenntnisse der griechischen Mythologie abverlangen.

"Der Betrachter soll sich nicht langweilen", erklärt der Künstler. "Ich finde etwas, und mit dem gefundenen Material erfinde ich etwas Neues." Viele seiner Collagen tendieren zum Abstrakten. Sein Material ist zumeist farbiges oder bedrucktes Papier, seltener Garn, Stoffreste oder Folie.

Offen steht diese sehenswerte Ausstellung im Gebäude 10 der BTU in Cottbus-Sachsendorf allen Interessierten wochentags, jeweils von 8 bis 16 Uhr.