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Vater des Peitzer Karpfenkreisels mit Gold gewürdigt

Die Ausgezeichneten auf dem Peitzer Neujahrsempfang.
Die Ausgezeichneten auf dem Peitzer Neujahrsempfang. FOTO: Marion Hirche/jul1
Peitz. Der Peitzer Männerchor und Dietrich Kunkel, der Vorsitzende des Fördervereins des Hüttenwerks Peitz e.V. wurden beim diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt Peitz mit dem "Goldenen Stadtwappen" der Stadt Peitz geehrt. Marion Hirche/jul1

Der Chor feierte in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen und wurde mit der Zelter-Plakette, der höchsten Auszeichnung, die ein Chor bekommen kann, ausgezeichnet. Mit der Ehrung mit dem Goldenen Stadtwappen der Fischer- und Festungsstadt wurde den Männern und Dirigentin Simone Beermann für die regelmäßige Konzerttätigkeit gedankt.

Dietrich Kunkel lebt seit 20 Jahren in Peitz. Der Vorsitzende des Fördervereins des Hüttenwerks gilt als Vater des Peitzer Karpfenkreisels, der in diesem Jahr eingeweiht wurde. In seiner ehrenamtlichen Tätigkeit brachte er die Idee der "Phantastischen Karpfen" aus dem bayrischen Tirschenreuth mit. Diese ließ ihn nicht mehr los. Er organisierte zunächst das Aufstellen solcher gestalteten Breitmäuler auf dem Hüttenwerksgelände. Dann stellte er sich an die Spitze der Bewegung für den Peitzer Karpfenkreisel, wirkte unermüdlich bis zu dessen Realisierung.

Dietrich Kunkel kümmert sich seit zwei Jahrzehnten um die Geschichte der Peitzer Fischwirtschaft. Er studierte unzählige Arbeiten in Archiven, sorgte für neue Erkenntnisse in der Peitzer Fischwirtschaftsgeschichte. Er eignete sich umfangreiches Wissen über die Flora und Fauna des Peitzer Teichgebiets an. In den letzten Jahren hat er zahlreiche Führungen im Peitzer Teichareal organisiert. Federführend ist er an der Organisation des Schaufischens am Hälterteich von Anfang an dabei. Zudem ist der Peitzer der Erfinder der Aktion "Schule trifft Karpfen". Diese fand 2016 das dritte Mal statt und führt junge Menschen an das Thema "Karpfen" heran.

Bei der Entgegennahme des "Goldenen Stadtwappens" aus den Händen von Bürgermeister Jörg Krakow zeigte sich Dietrich Kunkel gerührt. Ramona Oppermann von der Peitzer Edelfischerei hatte für ihn die Laudatio gehalten und hatte darin betont: "Er denkt noch schneller als er spricht". Dieser Aussage machte der Geehrte beim Gespräch nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs alle Ehre: "Es wäre toll, wenn wir es schaffen würden, noch mehr solche phantastischen Karpfen in Peitz aufzustellen, so wie es in Cottbus zum Beispiel mit den Krebsen ist. Außerdem sollten die Karpfen auf der Internetseite der Stadt besser zum Marketing genutzt werden.