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| 02:34 Uhr

Urlauberoase hat Silberhochzeit

Hanna und Enrico durften beim Kahnkorso im ersten Kahn sitzen. Die Gastgeberfamilie hatte diesen Kahn reserviert. Hanna ist die Enkelin von Chef Rainer Rehnus.
Hanna und Enrico durften beim Kahnkorso im ersten Kahn sitzen. Die Gastgeberfamilie hatte diesen Kahn reserviert. Hanna ist die Enkelin von Chef Rainer Rehnus. FOTO: Hirche/jul1
Burg. Die Mannschaft vom Bootshaus Rehnus in der Burger Waldschlösschenstraße veranstaltete am Sonnabend ein Hafenfest und feierte damit das 25-jährige Bestehen der Urlauberoase. Höhepunkt der "Silberhochzeit" war der Bootskorso. Marion Hirche/jul1

Angeführt wurde der Kahnreigen von der Familie Rehnus. Bootshauschef Rainer Rehnus stakte seine Lieben. An der Spitze des Kahns saß seine Enkelin, die fünfjährige Hanna, an Bord auch sein Nachfolger, Sohn Steven.

Auf den nachfolgenden "Spreewaldfahrzeugen" wurde ländliches Burger Leben lebendig: Heu-, Jauche- und Holztransport mit dem Kahn, Burger Ammen, die in Berlin begehrt waren, samt Kinderwagen aus der Sammlung von Erwin Bleske, spinnende und stickende Frauen und Männer inklusive schnurrendem Spinnrad als Erinnerung an die Spinnstubenzeit und eine Gruppe der sorbisch/wendischen Fischervereinigung mit ihren Netzen und Reusen. Mit von der Partie der Feuerwehrkahn aus Leipe. Und Alexander Wach mobilisierte seine ganze Familie für den Kahnkorso.

Schützen eröffneten den Korso

Eröffnet wurde dieser in Burg einmalige "Wasserumzug" von den Schützen des Stradower Schützenvereins mit einem Salutschießen. Die Männer in den grünen Uniformen feiern in diesem Jahr ebenfalls ihr 25-jähriges Bestehen und stiegen nach dem Schießen auch noch in den Kahn ein.

Unzählige Zuschauer verfolgten das Geschehen auf dem Wasser und waren begeistert. "Das war ein ganz besonderes Erlebnis", sagte Diana Neidel aus Nauen, die zusammen mit ihrer Tochter Annika und deren Freund Fred gerade den Urlaub im Spreewald verbringt. Sie lobte: "Hier in Burg ist es sehr schön, man kann radeln und paddeln, es ist ruhig, und trotzdem gibt es auch das eine oder andere Fest."

Neben dem Kahnkorso gab es noch jede Menge mehr zu erleben auf dem Areal am Ende der Waldschlösschenstraße: Die Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins packten gleich zwei Heuschober, die Fischer um Oliver Lehmann und Marten Oppermann zeigten einen Fischzug mit dem Schleppnetz. Die Original Prostataler Blasmusikanten spielten auf, DJ Lars sorgte für Stimmung, die Johanniter steuerten eine Riesenhüpfburg bei. Junge Frauen gestalteten einen Kindersachenflohmarkt und verwandelten die kleinen Besucher mit Schminke in Schmetterlinge und Froschkönige.

Zahlreiche Gratulanten

Natürlich gab es auch viele Gratulanten. Bernd Conrad vom Heimat- und Trachtenverein schüttelte Rainer Rehnus die Hand und wünschte weiter gutes Gelingen. Der Gastgeber bedankte sich seinerseits für die jahrelange Unterstützung. Auch dieses Hafenfest wäre ohne den Verein nicht so abwechslungsreich gewesen.

Junior Steven Rehnus bedankte sich bei den Gästen für das Kommen. Das Publikum war international: Maschinenbaustudenten aus China und dem Irak waren ebenso da wie Martin Smith aus England, der mit seiner Bekannten Eva Haake-Hail aus Oberfranken das Bootshaus besuchte. Alle wurden liebevoll bewirtet vom emsigen Bootshausteam, unter anderem mit Backschinken und echten Spreewälder Hefeplinsen, Berliner Weißen und Erdbeerbowle.