Von Michael Helbig

Das Cottbuser Stadtfest gehörte auch in diesem Jahr zu den bedeutendsten Veranstaltungen, die in der Region stattfanden.  Tausende Besucher kamen am Wochenende in die Innenstadt, um gemeinsam auf dem Areal um den Altmarkt, den Stadthallenvorplatz, die Spremberger Straße, den Platz am Stadtbrunnen, den Puschkinpark, den Postparkplatz und die Oberkirche zu feiern.

Einer der zahlreichen Höhepunkte war am Samstagnachmittag das zwölfte sorbisch/wendische Fest – Serbski swezen. Das Programm reichte von junger sorbischer/wendischer Musik über Jazz, Folk und Popmusik bis hin zu Klängen altslawischer Instrumente.

Erstmals war die Kindertanzgruppe „Luzicanka“ des Sorbischen Nationalensembles aus Bautzen mit sorbischer/wendischer Folklore und Kindertänzen in Cottbus dabei. Zum Mittanzen lud die „Trachtentanzgruppe Barbuk“ aus Bärenbrück mit dem Tanzchoreografen Michael Apel ein. Ein folkloristisches Intermezzo aus der Lausitz war mit den „Spremberger Heidemusikanten“ zu erleben, und altslawische Musikklänge gab es neu interpretiert von den „Düpplinger Spielleut“ zu hören. Neue Impulse für die sorbische/wendische Musik setzte das Fest mit Jazzmusik vom „Duo LeDazzo“ mit Lea Hauptmann und Dan Baron sowie  mit Popmusik von „Mlodne“ (BTU Cottbus-Senftenberg). Traditionellen Trachtentanz gab es von dem Volkstanzkreis „Alte Liebe“, und die „Na und Live-Band“ war erneut mit sorbischer/wendischer Popmusik und sorbischen/wendischen Volksliedern dabei. Zum schwungvollen Abschluss des sorbisch/wendischen Festes luden sie das Publikum zur beliebten Annemarie-Polka ein.

Zu jenen, die auch in diesem Jahr das sorbisch/wendische Fest im Puschkinpark besuchten, gehörten Judith und Frank Donner aus Cottbus: „Wir kommen immer wieder hierher, um die Traditionen kennen zu lernen. Außerdem tanzt ein Freund von uns im Tanzkurs mit”, erzählten sie begeistert. „Es ist wichtig, dass die sorbisch/wendischen Bräuche weiter gepflegt werden und nicht verloren gehen. Und es ist eine gute Gelegenheit, diese den jungen Leuten näher zu bringen”, fügten sie hinzu.

Erstmals machte die Internationale Folklorelawaine beim Stadtfest in Cottbus Station. Am Sonntag begeisterten rund 330 Folkloristen aus 13 Ländern das Publikum auf der Bühne am Altmarkt. Mit dabei waren unter anderen das Volkstanzensemble Rodnik aus Russland, die Gruppe Everest Nepal Cultural Group, die Volkstanzgruppe Hebe aus Estland ebenso wie das Volkstanzensemble Krakowiak aus Polen, der Fahnenschwingerverein Gelmelzwaaiers aus Belgien und Stammgäste bei der Internationalen Folklorelawine, die „Dunedin Dance Academy & North Berwick Pipe Band“ aus Schottland.

Im Publikum vor der Bühne auf dem Cottbuser Altmarkt saß auch Margit Schreier mit ihrer Tochter Jana Dittmann und Enkelsohn Marcel (6): „Wir sind heute auf den Altmarkt gekommen, weil uns die bunte Vielfalt der Volkstänze interessiert hat. Es ist schön, wenn die Folklore-Karawane auch mal durch Cottbus zieht. Wir erleben die Folklore Lawine heute zum ersten Mal, weil sie ja sonst immer außerhalb war. Für uns ist das ein Höhepunkt, weil es Spaß macht zuzuschauen”, erzählten sie begeistert.

International ging es am Sonntag auch beim 19. Interkulturellen Festival „Cottbus Open” im Park an der Puschkinpromenade zu, der Gemeinschaftsaktion der Stadt, der BTU sowie des Jugendhilfe Cottbus zur Förderung von Offenheit und Toleranz zu. Ein besonderer Anziehepunkt war auch in diesem Jahr die internationalen Essmeile „Cottbus interNETional“. Studierende der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg botenden Besuchern kulinarische Köstlichkeiten  aus ihren Heimatländern.

Familienausflug: Jeannette Salomon (Zweite von links) ist mir ihren Töchtern Lilou (1,5) und Laila (8) sowie ihrer Mutter Heike Eger (links) beim Stadtfest unterwegs.

Bildergalerie Familienausflug: Jeannette Salomon (Zweite von links) ist mir ihren Töchtern Lilou (1,5) und Laila (8) sowie ihrer Mutter Heike Eger (links) beim Stadtfest unterwegs.

In Cottbus ist von Freitag bis Sonntag das 28. Stadtfest gefeiert worden. .Der ultimative Kick bei einer Fahrt mit "HyperX" auf dem unteren Oberkirchplatz.

Bildergalerie In Cottbus ist von Freitag bis Sonntag das 28. Stadtfest gefeiert worden. .Der ultimative Kick bei einer Fahrt mit "HyperX" auf dem unteren Oberkirchplatz.