Von Georg Georg Zielonkowski

Pünktlich zum Großeinkauf vor den Ostertagen und dem damit verbundenen Kundenstrom hat Gitte Beyer „Die Cottbuser Eismanufaktur“ im TKC-Einkaufscenter eröffnet. Vorerst donnerstags und freitags werden hier, direkt hinter den Kassen des E-Center Scholz im Cottbuser Norden, zwölf Eis-Sorten, hergestellt mit regionaler Bio-Milch aus dem Fehrower Agrarbetrieb GmbH und ein Sorbet-Eis, milchfrei und mit 40prozent echten Früchten angeboten.

Wie bei einer gläsernen Manufaktur üblich, kann man neben der Eis-Theke, an der die Eissorten verkauft werden, der Betreiberin des Ladens bei der Herstellung ihrer Eisspezialitäten zuschauen. „Ich bin zwar eine Pharmazeutisch-technische Assistentin, aber insgeheim habe ich schon immer mit dem Wunsch geliebäugelt, ein kleines beschauliches Café zu betreiben. Nun ist es eine Eismanufaktur geworden, die aber nicht minder interessant ist“, erzählt Gitte Beyer, die vorab eine Eisfachschule bei einem italienischen Eismeister in Wildau besucht hat. Auch die Maschinen, die sie für die Produktion erworben hat, kommen direkt aus Italien.

Beste Kritiken ernteten die Produkte, die ständig in den umweltfreundlichen, hundertprozent biologisch abbaubaren Bechern auch gegenüber in den Eistruhen des E-Center Scholz zu finden sind, gleich am ersten Tag. Max und Theo, die Söhne von Madlen Hengmith, haben nach dem Verzehr der ersten Portion gleich für sich festgelegt: „Jetzt gehen wir mit Mama immer hier in diesen Markt einkaufen, weil es hier gleich hinter der Kasse das total leckere Eis gibt!“

Neben den neugierigen Kunden aus dem TKC-Einkaufscenter kamen freilich auch Freunde und Verwandte der Unternehmerin am Eröffnungstag vorbei. So auch Gittes Freundin Sonnika Lindner. Die hat die Eis-Kutsche gezeichnet, die jetzt auf dem Firmenlogo zu sehen ist. In Erinnerung an die Eltern der Betreiberin, die bis 2005 als „Cottbuser Frostkutsche“ tätig waren, hat sie deren Firmennamen auf einem Rad der Kutsche weiterleben lassen.

Während sich Gittes Schwiegermutter Elke Beyer sichtlich stolz angesichts des Mutes ihrer Schwiegertochter zeigte, fügte ihr Partner Detlef an, dass nach seinem Gefühl heutzutage alle Geschäftsgründungen seinen großen Respekt verdienen: „Weil neben den finanziellen Vorleistungen auch ein gewisses Risiko bleibt. Aber hier in dem Fall wird sich das Risiko in Grenzen halten, denn die Ware ist großartig. Die Leute werden neugierig auf die Produktion schauen, um danach gleich die hier entstandenen Produkte zu kosten.“

Zusätzlich hat Gitte Beyer neben der Verkaufstheke eine Vitrine mit Eistorten aufgestellt. Die Produktion dieser Leckerei hat sich ebenfalls beim Eismeister erlernt, die Deko an den Torten hat sie selbst entwickelt. Sechs der so entstanden Prachtstücke wurden am ersten Tag gezeigt. „Aber was die verwendeten Sorten und die Motive betrifft, kann und werde ich mich bei der Bestellware absolut an den Wünschen der Kundschaft orientieren“, fügt die Geschäftsfrau an.