| 18:21 Uhr

Unternehmer aus Spree-Neiße in Verkauf der Branitzer Gärtnerei verwickelt?

Cottbus. Beim überraschenden Verkauf eines verfallenen, nicht bebaubaren Gärtnerei-Geländes am Rande der Branitzer Siedlung in Cottbus hat vermutlich ein Immobilienunternehmer aus dem Spree-Neiße-Kreis mitgewirkt. Das legen Unterlagen nahe, die der RUNDSCHAU vorliegen. sim

Das gut zwölf Hektar große Gelände liegt im Außenbereich des denkmalgeschützten Branitzer Parks. Deshalb ist laut Stadtverwaltung eine Bebauung auch in Zukunft nicht möglich. Trotzdem wurde das Areal kürzlich für fast eine halbe Million an die Branitz Garden GmbH mit Sitz in Berlin verkauft. Der RUNDSCHAU liegen Hinweise darauf vor, dass von den Erwerbern auf eine Umwandlung der Fläche in Bauland spekuliert werden könnte. Würde das gelingen, lägen die Gewinne im Millionenbereich.

Der Flächenkauf und die Gründung der Branitz Garden GmbH wurden am selben Tag Anfang Juni notariell beurkundet. Zusammen mit der Gründung der Firma wurden Vereinbarungen zur Übertragung von Gesellschafteranteilen an Dritte getroffen. In diesem Zusammenhang tauchen in den Vertragsunterlagen die Namen eines Immobilienunternehmers aus dem Spree-Neiße-Kreis und seines Sohnes auf. Die Stadt Cottbus prüft noch, ob sie von ihrem Vorkaufsrecht für das Areal Gebrauch macht.