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| 19:08 Uhr

Unternehmen Leuchtstoff gestaltet Durchgang für die Cottbuser Sprem

Das junge Team der Cottbuser Firma Leuchtstoff: Stefan Restemeier (35), Alex Schirmer (30) und Nadine Petzoldt (32).
Das junge Team der Cottbuser Firma Leuchtstoff: Stefan Restemeier (35), Alex Schirmer (30) und Nadine Petzoldt (32). FOTO: Kompalla
Cottbus. Licht lässt sich nicht greifen und doch hat es der Cottbuser Stefan Restemeier zu seinem Werkstoff gemacht. Mit Lampen hat er vor zehn Jahren noch als Student angefangen, längst beleuchtet der Designer Geschäfte, Gebäude, Werkstätten. Jetzt taucht er sogar Cottbus in ein neues Licht. Peggy Kompalla

Es wurde jahrelang diskutiert, scheiterte mehrfach und gelingt nun doch mit dem Unternehmen Leuchtstoff von Stefan Restemeier. Er wird mit seinem Team dem unscheinbaren Durchgang von der Sprem zum Platz am Stadtbrunnen (Heronplatz) Licht machen. Anfang Mai soll der Rahmen montiert werden.

Die Unterkonstruktion ist derzeit beim Kolkwitzer Metallbauer MFT in Arbeit. "Mir ist wichtig, mit Unternehmen aus der Lausitz zu arbeiten", sagt Restemeier. So ist denn auch die Entscheidung nach dem Architekturstudium ganz bewusst gegen Dresden und für Cottbus gefallen. "Dann kamen auch die Aufträge", erzählt er mit einem Lachen. "Jetzt will ich etwas zurückgeben. Es ist doch großartig, die eigene Stadt mitzugestalten."

Mit dem Sprem-Durchgang wird seine Arbeit erstmals ins Blickfeld einer großen Öffentlichkeit rücken. Für den Entwurf hat er sich an Linien der späten Moderne orientiert. Zu finden waren sie ganz in der Nähe der Sprem - etwa an der Fassade der Stadthalle. "Es soll zeitlos und modern sein", sagt der Designer.

Der Rahmen wird aus einem besonders robusten Material gefertigt. Doch er wird nicht leuchten, sondern es sind die Linien. Im Entwurf ist das gut zu erkennen. Die speziellen LED-Lampen sind nicht nur sparsam und langlebig, sondern können alle Farben wiedergeben. Normalerweise wird der Durchgang weiß strahlen. "Zum Filmfest kann er blau leuchten."

Weitere Projekte für den öffentlichen Raum sind in Arbeit. So macht sich das Leuchtstoff-Team etwa Gedanken über ein Lichtleitsystem, das die verschiedenen Cottbuser Einkaufsquartiere verbindet. "Das ist ein anspruchsvolles und spannendes Projekt", schwärmt der junge Designer. Noch ist eine Umsetzung nicht gesichert. Trotzdem investiert Stefan Restemeier eine Menge Gehirnschmalz. Auch der Burger Bismarckturm wird demnächst mit einem Leuchtstoff-Konzept ins rechte Licht gesetzt. So setzen die jungen Cottbuser ihre Lichtmarken.

Die sind nicht nur in der Region gefragt: Ihre Entwürfe und Konzepte verkaufen sie genauso nach Österreich und in die Schweiz. Demnächst geht es auf eine Design-Messe nach Danzig.