ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 06:22 Uhr

Ausschreibung beendet
Unsichere Kassenlage an Lausitz-Uni

Cottbus. BTU-Verwaltungschef setzt drastische Sparvorgaben in Kraft. Von Jan Siegel

Die BTU Cottbus-Senftenberg  sucht nach dem Weggang von Prof. Dr. Jörg Steinbach zum Potsdamer Wirtschaftsministerium nicht nur einen neuen Präsidenten. In der Lausitz-Uni scheint jetzt auch das Geld knapp zu werden.

Der amtierende Kanzler und Verwaltungschef der BTU Peter Lange hat sich in dieser Woche mit einem Brief an alle Mitarbeiter der Universität gewandt und Konsolidierungsmaßnahmen angekündigt. Als Grund nannte er in dem Schreiben, das der RUNDSCHAU vorliegt, dass „die der BTU für das Jahr 2019 voraussichtlich zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen werden, um die Haushaltsgestaltung in dem gleichen Rahmen wie im Jahr 2018 zu ermöglichen“. Die einzelnen Bereiche dürften vorläufig bis Ende März 2019 nur 10 beziehungsweise 20 Prozent der Vorjahresmittel ausgeben.

Hintergrund sind allem Anschein nach stockende Verhandlungen zu den Hochschulverträgen mit dem Brandenburger Wissenschaftsministerium. In den Verträgen geht es auch um die Finanzierung der Lausitzer Universität bis ins Jahr 2024.

Der Cottbuser Landtagsabgeordnete und Hochschulpolitische Sprecher der CDU im Land Michael Schierack kritisiert in diesem Zusammenhang SPD-Wissenschaftsministerin Martina Münch scharf. Es werde deutlich, dass Frau Dr. Münch, die die Zwangsfusion von BTU und FH Lausitz vorangetrieben hat,  die BTU austrocknen werde. „Frau Münch ist nicht in der Lage, rechtzeitig unterschreibbare Hochschulverträge vorzulegen. Die BTU Cottbus-Senftenberg benötigt mindestens 105 Mio. Euro für das Jahr 2019, um die fusionsbedingten Folgen und die Profilierung im Strukturwandel zu meistern“, kritisiert Schierack gegenüber der RUNDSCHAU.

Derweil läuft die Suche nach einem neuen BTU-Präsidenten. Am Wochenanfang endete eine entsprechende Ausschreibung. In den kommenden Wochen soll eine eingesetzte Findungskommission unter Leitung des Bamberger Uni-Präsidenten Prof. Dr. Dr. Godehard Ruppert, der Mitglied des Brandenburger Hochschulrates ist, die eingegangenen Bewerbungen sichten und Gespräche mit favorisierten Kandidaten führen.