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Tatort
Union will Wolfsregeln vom Bund

Dresden. Minister plädieren in Dresden für einheitliches Wolfsmanagement. 60 Wolfsrudel in Deutschland. Von Christian Taubert

Die Agrar- und Umweltminister der Union verlangen ein länderübergreifendes einheitliches Wolfsmanagement. Auf einem Treffen am Wochenende in Dresden und Königsbrück verabschiedeten sie ein entsprechendes Thesenpapier. „Die Probleme der Tierhalter und die Ängste der Menschen müssen ernst genommen werden. Nur so ist es möglich, auch Akzeptanz und Begeisterung für den Naturschutz zu erreichen, was für uns ein hohes Gut ist“, erklärte Sachsens Ressortchef Thomas Schmidt.

Der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk erklärte, sowohl der Schutz von Weidetieren als auch die staatliche Unterstützung von Tierhaltern müssten weiterentwickelt werden. „Dies ist nicht nur Sache der Länder. Auch der Bund sollte sich daran beteiligen.“

Die Minister stimmten einem Vorschlag zu, wonach künftig eine zentrale Einheit bei der Vergrämung und dem Abschuss verhaltensauffälliger Wölfe zum Einsatz kommen kann. Zudem sprachen sie sich für bundesweite Standards zur „Entnahme von Wölfen“ aus – also der Tötung problematischer Tiere. Eine Verordnung des Bundes sei besser als der gegenwärtige Flickenteppich, hieß es.

Nach Zahlen des Bundesamts für Naturschutz leben in Deutschland zurzeit etwa 60 Wolfsrudel.