Uni-Klinik Cottbus: So wird die Universitätsmedzin in der Lausitz neu gedacht

Die Uni-Klinik und die Stadt Cottbus starten einen Bürgerdialog, um über die medizinische Versorgung in der Lausitz sowie Forschung und Lehre zu sprechen.
Carl-Thiem-Klinikum, Montage: Sebastian LehmannNur fünf Städte in Deutschland haben zwei Universitäten: Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Cottbus. Die Hauptstadt der Lausitz ist die kleinste und jüngste im Bunde mit der Brandenburgischen-Technischen Universität (BTU) Cottbus – Senftenberg und der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem. Am 1. Juli 2024 gegründet. Das bisher städtische Carl-Thiem-Klinikum ist nun Uni-Klinik. Das Landeskrankenhaus stellt sich für die Zukunft in der medizinischen Versorgung der Menschen in der Lausitz und als Einrichtung für Forschung und Lehre neu auf.
„Universitätsmedizin wird hier neu gedacht“, sagt Rüdiger Hofmann, Sprecher der Uni-Klinik. Es handelt sich nicht mehr nur um ein Krankenhaus der Supramaximalversorgung. „Mit modernster Medizin soll eine zuverlässige und hochmoderne Gesundheitsversorgung sichergestellt werden und in die gesamte Modellregion Lausitz ausstrahlen“, bekräftigt er den Anspruch, der jetzt schon längst konkrete Aufgabe ist. Und die interessierten Bürger sollen mitreden.
„Wir wollen ins Gespräch kommen und informieren“, erklärt der Sprecher der Uni-Klinik Cottbus weiter. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) wird zum ersten Bürgerdialog eingeladen: am 4. September 2024 in der Zeit von 17 bis 18.30 Uhr in der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (Hörsaal Haus 33).
Eingriffe mit dem Roboter in Cottbus
Was können die Interessierten erwarten? Der Vorstandsvorsitzende der Medizinischen Universität Lausitz, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, und weitere Vorstandsmitglieder stellen den Zeitplan der kommenden Monate und die inhaltlichen Schwerpunkte während der Aufbauphase der neuen Universitätsmedizin vor. Neuigkeiten in der Versorgung und der Pflege werden ebenfalls präsentiert. Eine Zwischenbilanz nach einem Jahr operativer Eingriffe mit dem Da Vinci Roboter in Cottbus wird gezogen und zur Arbeit im hochmodernen Hybrid-OP informiert.
Der Chefarzt der Neurochirurgie, Prof. Ehab Shiban, erklärt, welche Schwerpunkte an der Klinik in der Diagnose und operativen Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen, Verletzungen und anderen Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems gesetzt werden.
„Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, vor Ort Fragen zu stellen“, sagt Rüdiger Hofmann. Sie können diese auch schon im Vorfeld der Veranstaltung gern per Mail an veranstaltungen@mul-ct.de schicken.
Zum Bürgerdialogs wird auch zu der geplanten Vorlesungsreihe „Mittwochsvisite mit Carl Thiem“ und der jährlich stattfindenden Nacht der kreativen Köpfe in Cottbus einen Ausblick geben. „Das Universitätsklinikum wird im Oktober einer von zahlreichen Schauplätzen in Cottbus sein, an denen Spitzenforschung, Pflege und medizinische Daseinsvorsorge vorgestellt werden“, kündigt der Klinik-Sprecher schon an.

