ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:05 Uhr

Stadtgeschichte
Ungewöhnlich: Turner-Ausstellung im Turm

Autogrammsammler Henryk Lattacz präsentiert seine Werke im Spremberger Turm.
Autogrammsammler Henryk Lattacz präsentiert seine Werke im Spremberger Turm. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Autogramme von Sportlern aus aller Welt überraschen Sportler und Touristen.

Eine wirklich goldige Idee hatte dieser Tage Autogrammsammler Henryk Lattacz, als er dem Direktor des „Turniers der Meister“ anbot, in einem Geschoss des Spremberger Turms eine Ausstellung zur Geschichte dieses Großereignisses zu präsentieren. Schnell war Mirko Wohlfahrt ebenso einverstanden wie „Obertürmer“ Gilbert Gulben, sodass sich Lattacz eilends elf großformatige Bilderrahmen besorgte und aus dem Fundus seiner übergroßen Autogrammsammlung all jene Fotos heraussuchte, die vorrangig Turnerinnen und Turner aus den Ländern zeigen, die auch bei der Ausgabe 2018 des „Turniers der Meister“ Cottbus besuchen werden.

Jeweils neun Fotos werden in jeder Tafel präsentiert. „Insgesamt sind in der Ausstellung Sportler aus 38 Ländern zu sehen, die bei unseren Turnieren zu Gast waren, darunter 34 Olympiasieger und 39 Weltmeister. Natürlich dürfen unsere einheimischen Top-Athleten von Jens Fischer, über Silvio Kroll, Karsten Oelsch bis hin zu  Philipp Boy dabei nicht fehlen“, so der umtriebige Autogrammsammler, der im Übrigen eine Rarität aus der Welt der Turnens sein eigen nennt. Besitzt er doch die Unterschriften des dreifachen Olympiasiegers Kochi Uchimara, der ansonsten, warum auch immer, nahezu alle Autogrammwünsche weltweit ablehnt.

Auf den Termin der offiziellen Eröffnung der Ausstellung im Innern des Spremberger Turms haben sich inzwischen Henryk Lattacz und Mirko Wohlfahrt geeinigt. „Am kommenden Donnerstagvormittag wollen wir mit einigen Offiziellen des Turnweltverbandes die Schau eröffnen, später werden garantiert auch viele Turnerinnen und Turner in ihrer Freizeit von ihren Hotels aus ihre Schritte zum Turm lenken, zumal wir die Möglichkeit der Turmbesteigung einschließlich der Besichtigung der elf Tafeln auch in unseren Freizeitempfehlungen für die Sportler einarbeiten werden“, sagt der Turnierdirektor. Den Sportlern werden zwar die zwei Euro Eintrittsgebühr erlassen, doch wird von ihnen erwartet, dass sich ausnahmslos alle mit ihren Schriftzügen auf dem offiziellen Plakat des diesjährigen Turn-Höhepunkts verewigen.

„Natürlich sollen die Sportler auch die restlichen Stufen bis auf die Platzform unseres Turmes besteigen, um von dort auf ihre Gastgeberstadt zu schauen um dort oben viel zu fotografieren. Auf diesem Wege müsste eine großartige Werbung für unsere Stadt Cottbus einhergehen“, wünscht sich der Ideengeber Lattacz, der sich bei all seinen Helfern von Gilbert Gulben über Erika Maislein und Frank Raschper für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung dankt.

Besichtigt werden kann die Ausstellung (auch von „Nicht-Turnern“) auch nach dem „Turnier der Meister“ bis zum 27.Dezember. Womit eine prima Ergänzung für die Besuche des Cottbuser Weihnachtsmarktes einhergehen sollte.

Autogrammsammler Henryk Lattacz präsentiert seine Werke im Spremberger Turm.
Autogrammsammler Henryk Lattacz präsentiert seine Werke im Spremberger Turm. FOTO: Georg Zielonkowski