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Unesco-Welterbe in Gefahr?

So würde das historische Bahnsteigdach am Bahnhof Zoo aussehen. Es soll beide Gleise und Bahnsteige überspannen.
So würde das historische Bahnsteigdach am Bahnhof Zoo aussehen. Es soll beide Gleise und Bahnsteige überspannen. FOTO: Visualisierung: BTU, Wollweber
Cottbus. Die Pläne der Parkeisenbahn, ein historisches Bahnsteigdach aus dem Jahr 1888 vom Cottbuser Bahnhof am Bahnhof Zoo aufzustellen, erregt die Gemüter. Bei den Freunden des Branitzer Parks weckt das Projekt gar Ängste um das angestrebte Unesco-Weltkulturerbe. Peggy Kompalla

Nun soll die Stadt prüfen, was an den Befürchtungen dran ist. Das hat das Stadtparlament am Mittwoch einstimmig beschlossen. Einen entsprechenden Antrag hatten alle Fraktionen gemeinsam eingebracht.

Das Papier beschränkt sich allerdings nicht allein auf den möglichen Einfluss auf das Denkmalensemble. Denn nicht nur der Park Branitz, sondern auch das Areal der Parkeisenbahn selbst steht unter Denkmalschutz. Gleichzeitig soll geprüft werden, welche alternativen Standorte für das historische Dach geeignet wären.

Der Förderverein Parkeisenbahn hatte seinerseits alle eigenen Haltestellen darauf überprüft und war mithilfe der BTU zu dem Schluss gekommen, dass der Bahnhof Zoo dafür am besten geeignet ist. Zumal die Haltestelle am Tierpark die meisten Besucher aufweist.

In dem gemeinsamen Antrag bringen die Fraktionen nun den Cottbuser Bahnhof ins Spiel - dabei im Speziellen den Vorplatz, der in kommunaler Hand liegt. Dort entstehen bis Jahr 2020 neue Straßenbahnsteige und der Busbahnhof.

Das historische Bahnsteigdach steht selbst nicht unter Denkmalschutz. Ist aber insofern von Bedeutung für die Stadt, da das letzte Überbleibsel des alten Cottbuser Bahnhofs ist, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Einzig das Dach blieb unbehelligt. Doch mit der Modernisierung der Bahnsteige durch die Deutsche Bahn hat es nun auch ausgedient. Es wäre ohne die Initiative der Parkbahner auf dem Schrott gelandet.