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| 17:57 Uhr

Gefährliche Attacke auf Cottbuser Stallanlage
Unbekannte lassen Rinder frei und drehen ihnen das Wasser ab

 Sogenannte Uckermärker Rinder waren von der Attacke betroffen.
Sogenannte Uckermärker Rinder waren von der Attacke betroffen. FOTO: dpa / Bernd Settnik
Cottbus. Wolfram Hotzler, Geschäftsführer der Aueroxenreservat Spreeaue GmbH, ist ein Mann mit Geduld. Wenn Jugendliche seine Stallungen mit Graffiti beschmieren oder sonst irgendeinen Blödsinn veranstalten, dann sagt er: „Ist zwar ärgerlich, aber da muss man keine große Welle machen.“ Jetzt aber ist der Landwirt sauer. Und zwar richtig. Von Andrea Hilscher

Denn diesmal wurde es für seine Rinder lebensgefährlich. Offenbar sind Unbekannte nachts in seine Rinderanlage in Skadow eingestiegen. „Sie haben Tore der Ausläufe geöffnet, sodass die Tiere frei in der Anlage herumlaufen könnten“, sagt Hotzler. „Man will sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn sie in Panik geraten und durchs Dorf gerast wären.“

Hotzlers Mitarbeiter haben morgens eine weitere erschreckende Entdeckung gemacht: Sie wunderten sich, warum die Tiere so unruhig waren und stellten fest, dass die Tränken nicht funktionierten. Offenbar waren die Täter in einen Leitungsschacht gekrochen und hatten dort die Wasserversorgung abgestellt.

250 Rinder ohne Wasser – „da hätte großer wirtschaftlicher Schaden entstehen können“, so Hotzler. Rinder sind darauf angewiesen, dass sie rund um die Uhr ausreichend Flüssigkeit aufnehmen können.  Auf eine Anzeige bei der Polizei hat der Geschäftsführer zunächst verzichtet. „Ich hoffe einfach, dass so etwas nicht wieder vorkommt.“