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Umleitungsverweigerer: Wer ihre Schäden beseitigt

Radwege und Bankette beschädigt: Umleitungsverweigerer richten erhebliche Schäden an.
Radwege und Bankette beschädigt: Umleitungsverweigerer richten erhebliche Schäden an. FOTO: Taubert
Cottbus. Erleichterung bei Drebkaus Bürgermeister Dietmar Horke: Der Landesbetrieb Straßenwesen hat zugesichert, für die Instandsetzung der Schäden aufzukommen, die Umleitungsverweigerer angerichtet hatten. "Wir haben heute dem Landesbetrieb ein Kostenangebot unterbreitet", erklärt der parteilose Amtsinhaber. Christian Taubert

Darin seien alle Schäden aufgelistet, die infolge der Sperrung der B 169 Ende Juli entstanden waren.

Für eine Woche musste die Bundesstraße damals wegen Bauarbeiten am Knotenpunkt Schorbus komplett gesperrt werden. Pkw- und Lkw-Fahrer ignorierten zum Teil jedoch die ausgeschilderten Umleitungen und richteten erhebliche Schäden in den Drebkauer Ortsteilen Leuthen, Hänchen und Klein Oßnig an.

Selbst 40-Tonner hätten sich über Radwege gequält. "Die tiefen Spuren neben den Fahrwegen sind Unfallquellen", beklagte Horke in der RUNDSCHAU und fügte hinzu, dass Schwerlaster auch Bankette beschädigt hätten.

Während sich der Landesbetrieb Straßenwesen zunächst auf den Standpunkt zurückgezogen hatte, niemanden auf die Schleichwege geschickt und weiträumige Umleitungen über höherrangige Straßen ausgewiesen zu haben, sind die Wogen inzwischen geglättet. "Für die Behebung möglicher Folgeschäden gibt es eine Leistungsposition im Vertrag mit dem ausführenden Unternehmen", erklärt Anke Schlosser vom Landesbetrieb. "Wir kümmern uns um die Behebung der Schäden."

Die Sachgebietsleiterin Bauvorbereitung schildert unterdessen, was der Auftragnehmer Eurovia - Niederlassung Cottbus in Kolkwitz - in Bezug auf Umleitungsverweigerer berichtet hatte. Selbst beim Antransport des Asphalt-Mischgutes sei eine Lücke in der Absperrung als Schlupfloch ausgenutzt worden, um letztlich durch frischen Asphalt zu fahren. Auch hier seien Mehrkosten für Nacharbeiten entstanden.

Drebkaus Bürgermeister hatte in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, dass er sich mehr Präsenz der Polizei gewünscht hätte. Die Stadt habe machtlos zusehen müssen, was da passiert. Schließlich sei die Kommune nicht befugt, den fließenden Verkehr zu kontrollieren.