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Umbau des Hauses der Armee zur Kita wird konkret

Wie weiter mit dem ehemaligen Haus der Armee am Universitätsplatz? Darüber diskutierte der Umweltausschuss am Dienstagabend.
Wie weiter mit dem ehemaligen Haus der Armee am Universitätsplatz? Darüber diskutierte der Umweltausschuss am Dienstagabend. FOTO: Annett Igel-Allzeit
Cottbus. In die Pläne zum Umbau des ehemaligen Hauses der Armee zu Wohnungen, einer Kita mit 110 Plätzen und einem Kinderspielplatz kommt Schwung hinein. Der von der "Immo-Pool Spreewald GmbH" vorgelegte Bauantrag wies noch Lücken auf, die nun geschlossen werden können. Rüdiger Hofmann

Der für Anfang 2018 vorgesehene Baustart ist damit nicht mehr unmöglich.

Behörden, Nachbargemeinden, Verwaltungen und sonstige Träger öffentlicher Belange wurden zu Stellungnahmen aufgefordert. "Sie betrafen die Belange des Denkmal- und Immissionsschutzes und weitere umweltrechtliche Aspekte", sagte Marita Krause vom Fachbereich Stadtentwicklung Cottbus im Umweltausschuss. "Das brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege befürwortet die Wiedernutzung des Baudenkmals als Wohn- und Kitastandort", so Krause. Die Teilnutzung des Universitätsplatzes für Kita-Außenanlagen und zu Parkplätzen bedarf aber noch weiterer Abstimmungen im Baugenehmigungsverfahren. Der Errichtung einer drei Meter hohen Lärmschutzwand entlang der Kita-Freifläche wurde aus denkmalfachlicher Sicht nicht zugestimmt. Aufwand und Nutzen stünden nicht im Verhältnis.

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg hatte befürchtet, dass durch die Umwidmung von einem Sondergebiet Hochschule zu einem allgemeinen Wohngebiet und das mögliche Heranrücken des Wohnens an den Zentralcampus ihre Veranstaltungskultur eingeschränkt wird. "Das ist nicht der Fall", sagt Marita Krause. Bei den Veranstaltungen zur Willkommenskultur handele es sich um zeitlich befristete Nutzungen, die einer Ausnahmegenehmigung bedürfen. "Für den Fall, dass der Veranstalter die Auflagen erfüllt, haben benachbarte Anwohner diese Einschränkungen hinzunehmen", erläutert Krause.

Eine Geschwindigkeitsreduzierung in der Karl-Marx-Straße aufgrund des geplanten Kinderspielplatzes bringe laut Landesumweltamt nichts. Der Bebauungsplan ist nun noch Thema im Wirtschafts- und Hauptausschuss.