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Überwuchertes Spreeufer beunruhigt Skadower

Auf der Skadower Brücke macht sich Oberbürgermeister Holger Kelch (re.) ein Bild vom wild bewachsenen Spreeufer.
Auf der Skadower Brücke macht sich Oberbürgermeister Holger Kelch (re.) ein Bild vom wild bewachsenen Spreeufer. FOTO: Jenny Theiler
Cottbus. Das ländliche Skadow im Cottbuser Norden ist von dicht bewachsenen Grünflächen geprägt. Allerdings haben extreme Wettererscheinungen und jahrelanger Wildwuchs, insbesondere am Spreeufer, so manche Spur hinterlassen. the

Entwurzelte Bäume, Gestrüpp und dichte Sträucher kennzeichnen das Ufer an der neu gebauten Skadower Brücke. Beim Ortsrundgang am vergangenen Freitag machte sich Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) ein Bild von der Situation.

Das ungepflegte Spreeufer ist nicht nur äußerst unansehnlich, sondern kann im Falle eines kommenden Hochwassers durchaus Gefahren mit sich bringen, wie Stephan Böttcher vom Fachbereich Umwelt erklärt. "Dieses Gebiet ist seit Jahren im Selbstlauf. Wenn die Spree durch Starkregen über das Ufer tritt, könnten kranke Bäume entwurzelt werden", so Umweltexperte. Schlamm und Wurzelreste würden dann das Versickern erheblich erschweren. "Man muss ja nicht auf das nächste Hochwasser warten", meint Henry Kleitz vom Ortsbeirat Skadow. Hinzu kommt das invasionsartige Aufkommen der Ambrosiapflanze, die sich, laut Helga Hammer vom Ortsbeirat, mittlerweile zu einer echten Plage entwickelt hätte. Das unberührte Naturschutzgebiet bedarf einer dringenden Pflege. Die Stadt kann allerdings wenig ausrichten, da das grüne Gebiet dem Land Brandenburg gehört. Das Land hat die Prioritäten bezüglich des Skadower Spreeufers verschoben. Vorerst bleibt das Ufer weiterhin sich selbst überlassen. Umweltschutz sei aber nicht nur eine Landesangelegenheit, sondern betrifft auch den jeweiligen Ort, meint Hans Joachim Pschuskel (CDU)

Der ländliche Ortsteil verfügt über ein funktionierendes Grabensystem. Laut Stephan Böttcher wurde der Schmellwitzer Graben, der mit dem Skadower Graben verbunden ist, kürzlich entschlammt und von Schwermetallen befreit. Um einem Hochwasser vorzubeugen, wurde über ein mobiles Pumpwerk diskutiert. Oberbürgermeister Holger Kelch spricht sich für den Vorschlag aus, allerdings müsse der genaue Zeitpunkt geklärt werden.