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| 14:47 Uhr

Weltmeisterschaft
Überraschungssieg in der First Lego League

Bei der First Lego League ist das Ziel, selbstständig agierende Roboter zu bauen, die sich dann auf einem Spielfeld bewegen können. In diesem Jahr hat das Evangelische Gymnasium den Regionalwettbewerb in Cottbus für sich entscheiden können.
Bei der First Lego League ist das Ziel, selbstständig agierende Roboter zu bauen, die sich dann auf einem Spielfeld bewegen können. In diesem Jahr hat das Evangelische Gymnasium den Regionalwettbewerb in Cottbus für sich entscheiden können. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Bauklötzchen-Spielzeug? Von wegen. Bei der First Lego League geht es für Neun- bis 16-Jährige um nichts Geringeres als die Weltmeisterschaft. Von Georg Zielonkowski

Der weltweit größte Forschungs- und Roboterwettbewerb ist für junge Leute im Alter von neun bis 16 Jahren ausgeschrieben, die Spaß am Forschen und Experimentieren haben. Im praktischen Teil konstruieren alle Teams einen auf „Lego-Mindstorms“ basierenden, selbstständig agierenden Roboter. Zusammen mit ihm bewältigen sie knifflige Aufgaben auf einem Spielfeld mit speziellen Modellen.

Im theoretischen Teil stellen sich die Teams eine eigene Forschungsfrage und entwickeln innovative Lösungen. Beide Teile stehen unter einem jährlich wechselnden Motto. In diesem Jahr forschen und experimentieren die Teams im Thema „Into Orbitism – Leben und Reise im Weltraum“.

Im Zentralen Hörsaalgebäude der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) traten zehn Teams bei einem der insgesamt 81 First-Lego-League-Regionalwettbewerbe an. Mit dem Ziel sich über den Gesamtsieg für das Semifinale zu qualifizieren, bevor das Finale Ende März in Bregenz stattfindet. Den Allerbesten winkt sogar die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Für den Wettkampf sind die Roboter so zu programmieren, dass sie in der Lage sind, autonom auf dem Spielfeld zu agieren.

Insgesamt beinhaltet der Wettbewerb vier Teilgebiete, die jeweils separat bewertet wurden, für das Weiterkommen jedoch nur Platz eins in der Gesamtwertung zählt. Bei allen ausgetragenen Wettbewerben in Cottbus hatten stets die „WeRobots“ vom Max-Steenbeck-Gymnasium die Nase vorn. Entsprechend deren Zuversicht, sich erneut fürs Semifinale zu qualifizieren.

Allerdings erwies sich beim  zehnten Cottbuser Wettbewerb die Mannschaft „D.e.G.i.W.m.a.L.“ von Evangelischen Gymnasium einen Tick besser, so dass der Titelverteidiger nach seiner langen Siegesserie erstmals mit dem Ehrenrang vorliebnehmen musste. Der Teamcoach des Gesamtzweiten Dario Lembcke anerkannte später in aller Fairness: „Wer zwei Einzeldisziplinen gewinnt, dazu zweifach Zweiter wird, der hat’s einfach auch verdient. Darum unsere Gratulation und Daumendrücken fürs Finale am 26.Januar.“

Auch die Förderschüler der Bauhausschule stellten ein Team. Andrea Wiegand, Lehrerin und Kursleiterin zugleich, lobte den Eifer ihres „Bauhaus-Teams“, das auch für den zehnten Cottbuser Wettbewerb der intensiven Vorbereitung genutzt hat: „So ein Team verändert sich in all den Jahren stets personell, weil die Kinder dem Teilnahmealter entwachsen. Somit ändern sich auch Fähigkeiten und Begabungen. Aber wir kriegen immer wieder ein völlig motiviertes Team zusammen. Mit dem Erfolg, dass wir bisher schon acht Einzelpokale gewinnen konnten. Doch in diesem Jahr hatten wir Pech. Da wir in einer Kategorie sogar völlig punktlos geblieben sind, bleib für uns nur der vorletzte Rang der Gesamtwertung. Alle waren zwar traurig, haben uns aber sofort vorgenommen, es beim elften besser zu machen.“

Weniger traurig war Wettkampfleiter Thomas Berlin von der Wirtschaftsinitiative Lausitz, dem es vorab gelang, ein komplettes Zehnerfeld für die Teilnahme zu begeistern. „Hier und da bedarf es einiger Überzeugungskraft, aber der Stamm bleibt uns treu, und manch ein Team entdeckt die Faszination dieses Wettkampfes neu. So erreichen wir immer stattliche Anmeldezahlen.“