ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:05 Uhr

Über sieben Brücken von Burg nach Burg

Tour de France? Nein, besser: Tour de Cottbus und Umgebung. In loser Folge stellt die RUNDSCHAU in den nächsten Wochen Radtouren durch Cottbus und das Umland vor – zum Nachradeln in den Ferien- und Urlaubswochen. Dabei wollen wir uns nicht zu neuen „Jan Ullrichs“ entwickeln, sondern entspannt die Umgebung erkunden, die Natur genießen und uns etwas Bewegung verschaffen. Die Dauer der Touren bestimmt jeder selbst. Von jan gloßmann

Man kann sich auf einer Rad-Karte eine Übersicht über diese Fahrt verschaffen - oder man klettert vor Beginn der Tour auf den Bismarckturm (täglich ab 10 Uhr offen). Von der Plattform des zu DDR-Zeiten Jugendturm genannten Baus hat man einen schönen Überblick über die Region, schaut unter anderem bis Schmogrow, Byhleguhre oder Straupitz - Stationen dieser Fahrt. Das 27 Meter hohe Bauwerk zwischen Burg und Schmogrow, erbaut zwischen 1915 und 1917, ist Ausgangspunkt dieser Runde durch zwei „Spreewälder“ .

Start am Bismarckturm
Am Fuße des Bismarckturms beginnt neben dem Imbiss (täglich ab 10 Uhr) der Radweg. Auf der Trasse der alten Spreewaldbahn wenden wir uns über sieben Brücken nach Schmogrow. Nach gut zwei Kilometern steht die alte Bahnstation Schmogrow am Wegesrand; 500 Meter weiter biegen wir unter dem Gruß eines Kuckucks ab nach rechts auf den Radweg am Nordumfluter in Richtung Maustmühle/Garkoschke. Auf dem Damm überqueren wir nach gut 4,5 Kilometern die Landstraße Burg - Schmogrow, rollen im Spalier junger Bäume weiter bis zum Schmogrower Wehr. Das überqueren wir nach links und nehmen den gelb punktierten Weg nach Schmogrow. Hinter dem Sportplatz fahren wir nach rechts auf die Landstraße, wenige Meter weiter im Ort nach links in Richtung Saccasne/Byhleguhre. Entlang der östlichen Grenze des Biosphärenreservats Spreewald präsentiert sich eine nicht von Touristen überlaufene Lan dschaft, die einen spröden Charme bewahrt hat. Auf der wenig befahrenen Landstraße radeln wir über Saccasne zunächst nach Neu Byhleguhre, um nach etwa zehn Tour-Kilometern rechts abbiegend auf die Straße nach Byhleguhre kommen.

Schieben ist keine Schande
Der Ort ist nach weiteren eineinhalb Kilometern erreicht - wir fahren gleich geradeaus auf dem grün markierten Wanderweg in Richtung Rosenhof/See. Nach einer kleinen Rast und Erfrischung am nahen Kiessee geht es weiter geradeaus auf einem Sandweg, der grünen Markierung folgend. Vor allem im Bereich der verlassenen Bungalow-Siedlung Rosenhof erwartet uns recht lockerer Sand. Schieben ist hier keine Schande. Nach 13,5 Kilometern erreichen wir eine Wanderweg-Kreuzung, an der wir uns nach links orientieren in Richtung Straupitz/Haus am See (grüner Punkt/grüner Balken). Der Weg zum 1,5 Kilometer entfernten Abzweig zur Jugendherberge ist gut befahrbar. An der Herberge am Byhleguhrer See erwarten uns nach zurückgelegten 15,5 Kilometern Rast- und Bademöglichkeiten sowie ein Halbzeit-Imbiss (täglich ab 11 Uhr geöffnet).
Vor dem Tor zur Herberge führt der Rundweg um den See in Richtung Straupitz (gelber und grüner Punkt). Einen Kilometer weiter, an der Straße nach Straupitz, informiert eine Tafel über Hornissen. (Hier ist ein Abstecher zum Fasanengarten in der Müh lendorfer Siedlung gleich gegenüber möglich.) Unsere Tour führt zunächst etwa 700 Meter weiter auf dem Rundweg. Dann biegt dieser rechts ab; wir folgen dem roten Balken/grünen Punkt in Richtung Straupitz auf dem „Heiligen Weg“ in den Wald (wahlweise auch auf der Straße bis an den Fuß des Hügels, dann nach links.) Auf der ersten Waldlichtung biegen wir kurz nach rechts ab und bestaunen die „Ruine“ der Florentiner Eiche.
Zurück auf der Lichtung, fahren wir halb rechts auf dem Byttnaweg durch den Straupitzer Spreewald. Hier passieren wir nach etwa 19,5 Kilometern „Weidmanns Rast“ und die Christoph-Heinrich-Eiche. An der folgenden Kreuzung mehrerer Wanderwege fahren wir nach links in Richtung Burg/Straupitz. Einen Kilometer weiter stoßen wir auf eine schmale Asphaltstraße, auf der wir nach links in Richtung Burg fahren (der Wegweiser steht etwas versteckt im Busch). Bis Burg bleiben wir nun auf dem ausgeschilderten Gurkenradweg, kehren zurück in den Burger Spreewald, überbrücken den Nordumfluter und gelangen hinter Buschmühle an die nördliche Ecke der Ringchaussee. Hier biegen wir ab nach links auf die Chaussee in Richtung Spreehafen. 500 Meter weiter geht es zunächst erneut nach links, dann gleich wieder rechts auf den Willischzaweg (Fahrradstraße) in Richtung Bismarckturm. Nach zwei Kilometern umkurven wir den Burger Badesee, an dem eine Rast mit Bad möglich ist. Kurz danach informieren Tafeln über die Wiesenbewirtschaftung sowie den Bau einer Hofanlage (Willischzaweg 1). Nach knapp 28 Kilometern erreichen wir den Radweg an der Hauptstraße, biegen rechts ab zum Bismarckturm - von dem wir noch einmal sehen können, was wir geschafft haben.

service Unter Eichen
Länge: 29 Kilometer
Strecke: Burg - Schmogrow - Saccasne - Byhleguhre - Byhleguhrer See - Straupitzer Spreewald - Burg.
Karten: Rad- und Wanderkarte Spreewald, Verlag Dr. Barthel; Wander- und Radwanderkarte Niederlausitz/Spree-Neiße-Region, Sachsen Kartographie Dresden.
Belag: asphaltierte Radwege oder Straßen, teilweise weicher Sand, Waldwege, Schotter.
Sehenswert: Bismarckturm; Florentiner Eiche; Spreewald-Natur.

Fahrradverleih: Cottbus: Fahrrad-Schenker, Friedrich-Ebert-Straße, Fahrrad-Scholle, Al bert-Schweitzer-Straße, Radcenter Heßlich, Wilhelm-Külz-Straße; Burg: Radlerscheune, Ringchaussee 155 (gegenüber Festplatz).