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| 18:18 Uhr

Großbaustelle in Cottbus
Tunnel am Bahnhof macht dicht

Der Verlauf der Gleisbögen lässt sich inzwischen gut erkennen.
Der Verlauf der Gleisbögen lässt sich inzwischen gut erkennen. FOTO: LR / Hilscher
Cottbus. Während der Sommermonate wird auf der Großbaustelle Cottbuser Bahnhof fieberhaft gearbeitet. Bisher läuft alles nach Zeitplan. Von Andrea Hilscher

Die Bauarbeiten am und um den Hauptbahnhof gehen in die nächste Runde. Wichtigste Änderung für Pendler und Urlauber: Von Samstag, 14. Juli, bis Samstag, 21. Juli, wird der Personentunnel unter dem Bahnsteig 4/5 komplett gesperrt. Nach Informationen der Deutschen Bahn werden Reisende in dieser Zeit über einen Schutzgang vom Bahnsteig 2/3 über die Gleise zum Bahnsteig 6 geführt. Der Zugang zu allen nicht im Bau befindlichen Bahnsteigen bleibt gewährt. Zudem bleiben auch die Verbindungen zur Wilhelm-Külz-Straße (durch den Spreewaldtunnel) und zur Vetschauer Straße sowie dem Bahnhofsgebäude bestehen. Reisende sollten sich nach Auskunft der Bahn auf längere Wege einstellen.

Die Bauarbeiten am Hauptbahnhof liegen im Zeitplan.
Die Bauarbeiten am Hauptbahnhof liegen im Zeitplan. FOTO: LR / Hilscher

Der Bahnsteig 4/5, der derzeit noch komplett zurückgebaut und dann erneuert wird, soll am 9. Dezember wieder nutzbar sein. Im Übrigen, so teilte Projektkoordinatorin Andrea Tann im jüngsten Bauausschuss mit, liegen alle Bauarbeiten im Zeitplan – trotz einiger Verzögerungen durch Bausschutt- und Asphaltentsorgung sowie die Feststellung von Kampfmittelfreiheit.

Aktuell beginnen die Arbeiten an der Haltestellenüberdachung, die noch bis Mai 2019 dauern werden. Von August bis November sollen die Deckensanierung und Arbeiten an den Gleisbögen in Angriff genommen werden.

Die Pflasterarbeiten auf dem Platz vor der Bahnhofshalle (Ostseite) sind beendet, in den nächsten Wochen soll auch der Sockel der dortigen Stele saniert werden. Der Osteingang zum Bahnhof wurde zwischenzeitlich wieder geöffnet. Damit wurden seit Baubeginn im September 2016 rund 80 Prozent der anstehenden Vorhaben auf dem Vorplatz Ost erledigt.

Auf dem Vorplatz Süd sind die Arbeiten noch nicht so weit fortgeschritten, die ersten 30 Prozent sind allerdings geschafft. Darunter fallen die notwendigen Abbrucharbeiten und die Gewährleistung der Kampfmittelfreiheit. Bis Ende des Jahres sollen die Pflasterarbeiten fertiggestellt werden, ebenso die Fahrradständer und die Überdachung der Fahrradabstellanlage.

Im Bereich Vetschauer Straße werden die Vorbereitungen für die nächste Verkehrsumstellung im August getroffen. Dann soll der Autoverkehr nach Information des zuständigen Fachbereichs  etwa in Höhe der jetzigen Baustellenausfahrt zwischen den Fahrbahnen verschwenkt werden.

Ebenfalls im August sind die Errichtung der Verkehrszeichenbrücke Bahnhofstraße, der Ampelanlage sowie Pflasterarbeiten vorgesehen. Die Straße soll bis Ende August fertiggestellt werden. Aber, so Andrea  Tann: „Eine Inbetriebnahme der Straße ist erst im Dezember möglich.“ Dann nämlich soll der Gleisbogen in Richtung Bahnhof fertig werden. Eine frühere Öffnung der Bahnhofstraße zum 19. August mit lediglich einer Fahrspur wäre technisch machbar, würde aber rund 150 000 Euro für eine Neuprogrammierung der Ampel, eine geänderte Baustellenlogistik und eine neue Verkehrsführung kosten. Zudem, so das Ergebnis einer Prüfung, sei die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet. „Der derzeitige Zustand – eine Fahrspur stadteinwärts und eine Fahrspur stadtauswärts in der Bahnhofstraße – bleibt bis zum Ende des Jahres noch bestehen“, so eine Mitteilung des Fachbereichs.

Noch offen ist, wann neugierige Baustellengucker endlich wieder live über eine Webcam verfolgen können, was sich auf der größten Baustelle der Region tut. Wegen Problemen bei der Datenübertragung gibt es seit Wochen keine aktuellen Bilder. Trotzdem informieren Bahn und Stadt im Internet regelmäßig über den Baufortschritt.