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Tümmler und orientalische Roller

Cottbus.. Ganz im Zeichen der Taube stand an diesem Wochenende das Best Western Hotel in Branitz, wohin der Verband Deutscher Taubenzüchter (VDT) zu seinem insgesamt sechsten bundesweiten Meeting eingeladen hatte. Taubenfreunde und -züchter reisten dabei aus dem gesamten Bundesgebiet an.

Viele konnten selbst Anreisestrecken von mehr als 500 Kilometer nicht schrecken. Dafür gab es dann aber auch Taubenfutter-Wundertüten an jedem Platz und eine Menge interessanten Gesprächsstoff über Rassen mit illustren Namen wie Orientalische Roller oder Syrische Halabititümmler. Auch die Vorsitzenden der nationalen Rassetaubenverbände der Schweiz, Dänemarks, Ungarns, Polens, Frankreichs, Tschechiens und Österreichs waren eigens angereist, um sich die zahlreichen Referate und Diskussionen zu allen Fassetten der Taubenzucht- und pflege anzuhören.
Der VDT selbst ist mit etwa 25 000 Mitgliedern der größte Taubenspartenverband Europas und richtungsweisend sowohl in Standardfragen zur Taubenzucht als auch bei Bewertungssystemen.
Wer sich von Verbandspolitik und wissenschaftlich aufgearbeiteter Zuchtmethodik nicht abschrecken lässt, hat ein Hobby, „beim dem man sich in kürzester Zeit entspannen kann und den beruflichen Stress vergisst“ , so Uwe Wenzel, zweiter Vorsitzender des VDT. Der 38-Jährige geht seit seinem zehnten Lebensjahr seiner Leidenschaft nach, besitzt selbst „so um die 50 Tauben.“ Heute investiert er ungefähr 15 bis 20 Minuten Zeit täglich in seine Schützlinge, am Wochenende auch schon mal eine Stunde.
Dabei verweist Uwe Wenzel auch auf die Jugendtauglichkeit der Taubenzucht. „Bei der Beschäftigung mit der Taubenzucht erlernen die Jugendlichen Verantwortungsbewusstsein. Es ist nicht wie beim Fußball, wo man nach dem Training die Schuhe einfach wieder auszieht und nach Hause geht.“ (ck)

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