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Trübungen im Trinkwasser

Nach einer Studie könnte der Trinkwasserpreis wegen einer möglicherweise nötig werdenden zusätzlichen Nitratreinigung in betroffenen Regionen um bis zu 45 Prozent steigen. Foto: Roland Weihrauch/Symbolbild
Nach einer Studie könnte der Trinkwasserpreis wegen einer möglicherweise nötig werdenden zusätzlichen Nitratreinigung in betroffenen Regionen um bis zu 45 Prozent steigen. Foto: Roland Weihrauch/Symbolbild
Cottbus. Auf sogenannte Aufwirbelung von Ablagerungen aus Eisen- und Manganverbindungen im Cottbuser Trinkwasser weist derzeit die Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG (LWG) hin. red/dst

Diese sind zwar gesundheitlich unbedenklich, können aber zu einer sichtbaren Trübung des Trinkwassers führen und den Hausfilter in der Trinkwasser-Kundenanlage hinter dem Wasserzähler verstopfen. Besonders in den Bereichen Gallinchen und Groß Gaglow ist laut LWG dieses Phänomen derzeit verstärkt zu beobachten. Aus diesem Grund sind die Mitarbeiter der LWG intensiv dabei, Rohrnetzspülungen vorzunehmen. Zusätzlich empfiehlt die LWG den Trinkwasserkunden, bei Verringerung des Trinkwasserdrucks den Trinkwasser-Hausfilter zu kontrollieren und häufiger zu spülen oder gar auszuwechseln.

Gegenwärtig sorgt die Trockenheit bereits jetzt für ungewöhnlich hohe Spitzenabnahmen im Cottbuser Trinkwasserrohrnetz. Die damit einhergehenden viel höheren Fließgeschwindigkeiten in den Trinkwasserleitungen führen in Teilen der Stadt zu diesen Aufwirbelung von Ablagerungen aus Eisen- und Manganverbindungen. In Cottbus ist seit der Wende der tägliche Trinkwasserverbrauch je Einwohner von 197 Liter (1989) auf 92 Liter (2016) gefallen. Der Spitzenverbrauch an Trinkwasser, also die Abnahmemenge an heißen Tagen, im Jahr ist aber gleich geblieben.