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Trübe Aussichten für beste Sternschnuppen-Nacht

Nach der Mondfinsternis kommen nun die Perseiden. Augen auf und Blick gen Himmel empfiehlt sich in der Nacht zum Sonntag.
Nach der Mondfinsternis kommen nun die Perseiden. Augen auf und Blick gen Himmel empfiehlt sich in der Nacht zum Sonntag. FOTO: Daniel Reinhardt (dpa)
Cottbus/Offenbach. Mit einem Wunsch in der „Nacht der Wünsche“ wird es bei vielen Sternguckern wohl nicht klappen: Für die Nacht zum Sonntag, die ergiebigste Nacht des Perseiden-Schauers, macht der Deutsche Wetterdienst (DWD) wenig Hoffnung auf einen wolkenlosen Himmel. Rüdiger Hofmann mit dpa

Ein Blick zum Abend- und Nachthimmel lohnt aber dennoch, sobald es auflockert, sagt Sebastian Thiele vom Planetarium Cottbus. "Wenn es Samstagabend aufklart, sollte man Richtung Nordosten schauen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, Sternschnuppen zu sehen", so Thiele. Dabei sollten sich die Himmelsbeobachter viel Zeit nehmen. "Eine dunkle Stelle suchen reicht meist schon aus", sagt Thiele. Hilfsmittel oder Spezialtechnik seien nicht erforderlich. "Der bloße Blick gen Himmel ist genug", so Thiele. Extra-Veranstaltungen bietet das Planetarium Cottbus aber zur Perseiden-Nacht nicht an.

Generell sind die Wetterprognosen für die angeblich beste Sternschnuppen-Zeit des Jahres aber nicht nur für Cottbus und die Lausitz eher dürftig. "Es gibt einen breiten Streifen dichter Bewölkung über der Mitte Deutschlands", sagte ein Sprecher. Am ehesten könne am Alpenrand und nördlich der Mittelgebirge auf vorübergehende Auflockerung gehofft werden.

Nördlich der Elbe und an der Küste kommen dagegen wohl sogar noch Schauer dazu. "Es ist nicht völlig hoffnungslos, aber auch nicht richtig toll", hieß es beim Deutschen Wetterdienst zum Höhepunkt der Perseidennächte.

Auch nach dem Sonntag seien Perseiden am Himmel noch möglich. "Auch wenn der Höhepunkt in der Nacht vom 12. auf den 13. August erwartet wird, können in den frühen Morgenstunden der Folgetage noch weitere Beobachtungen am Himmel gemacht werden", sagte eine Sprecherin der Vereinigung der Sternfreunde. Weil erst Anfang der Woche Vollmond war, seien die Sichtungsverhältnisse aber nicht optimal.

Der Sternschnuppenschauer im August scheint für die Beobachter aus dem Sternbild Perseus zu kommen - daher der Name Perseiden. Ursache für das Phänomen sind Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle, die auf seiner Flugbahn um die Sonne fliegen. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat. Die Perseiden sind damit ein jährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorstrom, der in den Tagen um den 12. August das Maximum an Sternschnuppen aufweist.