ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:33 Uhr

Trommler begeistern Kampfsportler

Kampfkünstler aus zehn Vereinen im Alter von fünf bis 60 Jahren vervollkommneten in Cottbus ihre Kampftechniken.
Kampfkünstler aus zehn Vereinen im Alter von fünf bis 60 Jahren vervollkommneten in Cottbus ihre Kampftechniken. FOTO: Zielonkowski/ski1
Cottbus. Hochkarätigen Kampfsport gab es am Wochenende in Cottbus zu erleben. Doch beim Zentrallehrgang des Polizeisportvereins gab es einen ganz besonderen Höhepunkt, der vor allem mit Musik zu tun hatte. Georg Zielonkowski / ski1

Zum 12. Mal bereits hat die Abteilung "Kampfkünste" des PSV Cottbus 90 ein Budo-Bundeszentral-Seminar speziell für die Vereine aus den neuen Ländern ausgerichtet. "Von Beginn an war unser Anliegen, die Vielfältigkeit der asiatischen Kampfkünste dar- und vorzustellen, was stets wachsenden Anklang gefunden hat. Von seinerzeit vier Sparten der Kampfkünste gibt es heute schon deren sieben", durfte sich Chef-Organisator Raimo Ermler schon bei der Eröffnung der Zweitagesveranstaltung freuen.

Genau 118 Kampfkünstler aus zehn Vereinen, allesamt im Alter von fünf bis 60 Jahren, waren angetreten, um sich von den Meistern aus Japan, China, Thailand oder den Philippinen in ihrer Sportart vervollkommnen zu lassen. Der Lehrgang gilt als größter dieser Art zwischen Berlin und Dresden.

Mit dem Cheftrainer der DAKO und IMAF-Germany Hanshi Hans-Dieter Rauscher war Deutschlands wohl höchster Vertreter dieser Sportart nach Cottbus gekommen, um spontan dem Veranstalter ein Riesenlob auszusprechen: "Das Programm ist nicht nur wegen der Vielfalt der einzelnen Kampfkunstsparten absolut gelungen. Dazu gehört auch die überragende Gruppe der japanischen Trommler", so der aus Freiburg angereiste Großmeister.

Tatsächlich waren es zur Mittagszeit des ersten Lehrgangstages zwölf Gäste aus Bad Liebenwerda, die die rundum sitzenden Sportler in Begeisterung versetzten. PSV-Abteilungsleiter Raimo Ermler war von den rhythmischen Klängen derart angetan, dass er spontan ins Grübeln verfiel, was wohl geschehen müsste, um auch unter dem Dach seines Vereins eine solche Gruppe zu installieren. "Es ist ja ohnehin so, dass bei uns die Sportler niemals nur eine Sparte der Kampfkünste besetzen, was ja auch unsere Philosophie dieses Sports darstellt. Ob Kendo, Karate oder Combat-Arnis, ganz unterschiedlich sind die Neigungen unserer Aktiven, die allesamt absolut variabel arbeiten. Da gäbe es garantiert auch Platz für Trommler." Unterstützung durch die Gruppe "Natsumi Taiko" mit Kerstin Lorenz an der Spitze sei ihnen schon mal zugesichert worden. Allerdings müsste zunächst die Frage der Finanzierung geklärt werden. Immerhin koste eine Trommel samt den Trommelstöcken, den Batchis, wenigstens 800 Euro. Raimo Ermer: "Aber interessant wäre es schon, zumal ich aus eigenem Erleben weiß, dass das Spielen auf den Taiko-Trommeln einen gelungen und sinnvollen, tatsächlich auch meditativen Gegenpart zu unseren sonstigen Übungen darstellen könnte."