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| 18:01 Uhr

Dorfleben
Mit Geschicklichkeit zu Klingeln und Bierflaschen

Beim Treckerrückwärtsfahren ging es um Gechiclichkeit und gute Nerven.
Beim Treckerrückwärtsfahren ging es um Gechiclichkeit und gute Nerven. FOTO: Marion Hirche
Milkersdorf . Das 22. Treckerhänger-Rückwärts-Schiebefest in Milkersdorf lockte mit tollen Wettbewerben.

Zum 22. Mal fand im Kolkwitzer Ortsteil Milkersdorf das Treckerhänger-Rückwärts-Schiebefest statt. Es gab traditionelle und neue Wettbewerbe. Im Mittelpunkt standen natürlich die  Rückwärtschiebe-Aktionen der Männer und Frauen. 14 Männer und drei Frauen nahmen teil.  Die Herren mussten mit einem von ihnen selbst gewählten Traktor einen zweiachsigen Hänger über den  etwas gerundeten Parcours an eine Klingel schieben. Wenn der Ton erklang, wurde die Zeit genommen.

Hier erwiesen sich die Gastgeber wieder einmal als die Besten. Maik Pfitzmann gewann vor Manfred Nugel. Letzterer bewies seine Geschicklichkeit mit dem Feldauto auch in einer anderen Disziplin. Zum ersten Mal war ein Trecker so präpariert, dass man mit entsprechender Geschicklichkeit auch Bierflaschen öffnen konnte. Der Milkersdorfer Nugel schaffte das,  angefeuert von seinen Enkeln. Einige Männer taten es ihm gleich, durften zum Lohn die geöffneten Flaschen austrinken.

Auch die jungen Mädchen setzten sich auf den Bock und bewiesen beim rückwärts Schieben eines einachsigen Hängers Genauigkeit und Können. Lisa Groschischka aus Brahmow  hatte die Nase vorn. Christin Berg und Steffi Berg, Schwägerinnen aus Wüstenhain (Oberspreewald-Lausitz) kamen auf Platz zwei und drei. Das freute auch Marco Berg: „Die Mädels waren gut. Wir sehen uns wieder beim Treckertreffen am 23. Juni in Wüstenhain.“  Mitten in den Frauenwettbewerb platzte dann der große Regen. So kam Melanie von Sczarnowski aus Milkerdorf nicht mehr zu ihrem Einsatz. Gäste und Fahrer flüchteten in die  Traktoren mit Fahrerhaus, in Festzelte und an die Essensstände. Nur die Kinder störte das nicht: Sie veranstalteten Wetthüpfen über die kleinen Strohquader, kullerten riesige Strohballen, nutzten die Gelegenheit zu Rundfahrten mit dem großen „Fendt 939“ und eroberten sich die Lauftraktoren aus Plaste.

Zu den traditionellen Wettbewerben gehörte auch die Schätzaktion. Diesmal sollten die Teilnahmewilligen  aufschreiben, wie viel fünf Entenbabys, die fröhlich durch das Gehege watschelten,  wiegen.

Die Großen überbrückten die Regenpause auch mit Schlemmen. Das Schwein, das von  Marcel Pfitzner, Petrick Lauck und Jörg Pfitzmann gegrillt wurde,  war nach dem Regen fast alle. Auch der Kuchen, der von Doris Ramoth organisiert, gebacken wurde,  war danach fast ausverkauft. Die Mädchen zeigten die schönsten Kleidern ihrer Großmütter und lieferten mit ihren Rollatoren einen lustigen Beitrag zum Nachmittag. Willi Böttcher und die  anderen 30 Mitglieder der Abteilung Rückwärtsschieben des Milkersdorfer Sportvereins waren zufrieden mit dem schönen Fest. Peggy und Matthias Lättow aus Burg sagten: „Unser Sohn Friedrich liebt Traktoren über alles. Deshalb mussten wir unbedingt hierher. Beim Besuch der Traktorenausstellung mit mehr als 60 Fahrzeugen war er überglücklich“.

(jul)