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| 13:29 Uhr

Friedhof
Trauerhalle spendet wenig Trost

 Die Trauerhalle auf Nordfriedhof von Cottbus kann nur schrittweise saniert werden. Für die Stadt hat die Beseitigung von Schäden Vorrang, die Wildschweine auf dem Südfriedhof verursacht haben.
Die Trauerhalle auf Nordfriedhof von Cottbus kann nur schrittweise saniert werden. Für die Stadt hat die Beseitigung von Schäden Vorrang, die Wildschweine auf dem Südfriedhof verursacht haben. FOTO: LR / Aenni Meißner
Cottbus. Die Trauerhalle auf dem Cottbuser Nordfriedhof ist ein einem schlechten Zustand. Auch das Umfeld lässt zu wünschen übrig. Echte Abhilfe ist vorerst nicht in Sicht.

Als Andrea Lindner im Januar in der Trauerhalle auf dem Nordfriedhof Abschied von ihrem Vater nehmen will, ist sie entsetzt. Die Farbe an den Türen ist verwittert und abgeblättert. Die einzige Rampe ist von Moos bedeckt. Sogar der dazugehörige Handlauf ist grün.

Ihre Tochter, die im Rollstuhl sitzt, muss die Treppe zum Vordereingang hochgetragen werden. Die Anlegerampen, die einen barrierefreien Zugang ermöglichen sollen, geben ihr nicht genug Sicherheit.

Zustand hat sich nicht geändert

Sieben Monate später hat sich an diesem Zustand nichts geändert. Die Treppe zum rechten Nebeneingang ist mit Unkraut übersät. An der Türklinke hängen alte Zeitungen. Gegenüber der Trauerhalle steht ein Blumentopf vollgestopft mit Müll. Die 57-jährige Cottbuserin macht ihrem Ärger Luft: „Das ist ein Blumenkübel, kein Mülleimer.“ Sie zeigt sich enttäuscht von der Stadt. Für die Nutzung der Trauerhalle bezahle man viel Geld. Ein Teil davon könne doch für solche Arbeiten verwendet werden.

Jan Gloßmann, Pressesprecher der Stadt, weiß um den Zustand des Gebäudes. Die Instandsetzung könne aber nur schrittweise erfolgen. Letztes Jahr seien die Toilettentüren repariert und angestrichen worden.

Südfriedhof hat Vorrang

„In diesem Jahr besteht auf Grund der immensen Kosten durch die Schäden, die die Wildschweine auf dem Südfriedhof verursacht haben, nicht die Möglichkeit, Türen sanieren zu lassen“, führt er weiter aus. Die überwucherte Rampe werde seit Jahren nicht mehr verwendet. Sie sei lediglich als Zugang zum Schauraum gedacht gewesen. „Da dieser jedoch nicht mehr genutzt wird, ist die Rampe gewissermaßen ein Relikt aus vergangenen Tagen“, teilt der Pressesprecher mit.

Auch als behindertengerechter Zugang für die Trauerhalle sei sie nicht zu gebrauchen, „da die Zuwegung innerhalb der Feierhalle nicht barrierefrei  ist“, wie er erklärt. Immerhin sollen Müll und Unkraut beseitigt werden. Der Eigenbetrieb „Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus“ sei damit bereits beauftragt worden.

 Die Trauerhalle auf Nordfriedhof von Cottbus kann nur schrittweise saniert werden. Für die Stadt hat die Beseitigung von Schäden Vorrang, die Wildschweine auf dem Südfriedhof verursacht haben.
Die Trauerhalle auf Nordfriedhof von Cottbus kann nur schrittweise saniert werden. Für die Stadt hat die Beseitigung von Schäden Vorrang, die Wildschweine auf dem Südfriedhof verursacht haben. FOTO: LR / Aenni Meißner
(Aenni Meißner)