„Hans Pfleiderer ist ein Freund der schnellen Geste“ , sagt Matthias Körner. Er freue sich, wenn es ihm gelinge, gerade Geträumtes mit wenigen Strichen und Farbflächen aufs Papier zu bannen, es in eine für den Augenblick gültige Form zu bringen und somit haltbar zu machen. Mit seiner Malweise habe sich der Berliner, der neben Kunst auch Philosophie, Literatur und sogar Sport studiert habe, die Art von Kindern zurückerobert. An seinen Werken doktere er nicht lange herum. „Das Bild ist wie es ist“ , so Körner.
Was der Betrachter sieht, sind abstürzende Flugzeuge, ein dunkler Kinosaal, in dem die Zuschauer überallhin schauen, nur nicht auf die Leinwand. Ein gruselig anmutender Nachtzug oder eine schwarze Gondel vor einer Stadtkulisse, die nur Venedig darstellen kann. Auf einem anderen Bild wieder drehen Lollis ihre bunten Kreise. „Übergabe“ hat Hans Pfliederer das Ölbild genannt, das die Ausstellungsmacher für die Einladungskarte ausgewählt haben und auf dem ein Schlüssel den Besitzer wechselt.
„Hans Pfleiderer ist ein Maler, der sich ausschließlich seiner Intuition verpflichtet fühlt“ , sagt Matthias Körner. Durch sein schier unermüdliches Üben des unmittelbaren Ausdrucks sei er in der Lage, das zunächst ganz Private auf eine neue Ebene zu heben. So habe der Betrachter am Ende das Gefühl, alles bereits erlebt zu haben, nicht nur im Traum.
Die Ausstellung „dream to dream“ läuft noch bis zum 14. Juni in der Galerie „Haus 23“ , Marienstraße 23. Geöffnet ist die Galerie dienstags bis samstags jeweils von 18 bis 22 Uhr.