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| 13:26 Uhr

Schöne Tradition
„Wir sind durchaus zufrieden.“

 Die Besucher des Weihnachtsmarktes waren zufrieden mit dem bunten Angebot der Händler.
Die Besucher des Weihnachtsmarktes waren zufrieden mit dem bunten Angebot der Händler. FOTO: Marion Hirche
Cottbus. Händler, Besucher und der Veranstalter ziehen nach 28 Tagen Weihnachtsmarkt Bilanz. Ihr Fazit: Gute Umsätze, gutes Angebot, kleine Schönheitsfehler. Von Marion Hirche

Nach 28 Tagen ist der Cottbuser Weihnachtsmarkt am Sonntag zu Ende gegangen Fast einen Monat lang war das Areal in der Spremberger Straße, auf dem Platz vor Hugendubel und auf dem Cottbuser Altmarkt Treffpunkt für Freunde, Nachbarn,  Familien und  Kollegen.  Es gab sicher mehrere Gründe, warum es die Menschen vor allem an Abenden und an den Wochenenden in die Cottbuser Innenstadt zog.

Zum einen war es die  besondere Gestaltung der City. Die über 1000 rot-weißen Herrnhuther Sterne, kombiniert mit warmem weißem Licht, sorgten für eine gediegene romantische Atmosphäre.  Die Menschentrauben an den Glühweinständen bewiesen, dass es hier nicht nur sehr einfallsreiche vielseitige Angebote gab, sondern  auch wohl schmeckende Getränke.

„Hier setzt man sich nur mit Qualität durch, das kann ich aus meiner 25-jährigen Cottbus- Erfahrung nur betonen“, meint   Glühwein-Anbieter Axel Steinmann aus Quedlinburg, der hier zum Jahresende immer seine „Blaue Hölle“ eröffnet und mittlerweile schon zahlreiche Stammkunden hat. Da, wo es Erdbeer- Kirsch- oder Heidelbeer-Warm-Prozentiges gab, waren fröhliche Runden zu sehen, man kam ins Gespräch, Neuigkeiten wurden ausgetauscht. Das was sonst im Sommer am Gartenzaun oder auf der Parkbank ausgetauscht wird, lieferte hier Dialogstoff.

Zu den Gästen am „Blauen Engel“ auf dem Cottbuser Altmarkt gehörte auch Familie Janke aus Walddrehna. „Ich habe  diese blaue Weihnachtsmannmütze hier auf dem Markt gekauft und sie heute als Erkennungszeichen aufgesetzt. Der Kirschglühwein schmeckt mir besonders“, sagt Petra Janke am Sonnabend. Dorit Neumann und Antje Schorg aus Spremberg schlenderten durch die Sprem. „Wir besorgen noch Kleinigkeiten und ich genieße den Glühwein“, sagt Dorit Neumann.

 Für Familien mit Kindern waren vor allen die zahlreichen Kinderkarussells der Renner. Rings um die Pyramide, diesmal  auf der anderen Seite des Altmarkts, ratterte eine Eisenbahn, die mit Knirpsen immer gut besetzt war. „Ich finde das Angebot für Familien mit Kindern sehr schön, allerdings muss man schon etwas Geld einstecken“, sagt Robert Grünberg aus Cottbus. Für ihn wie für die meisten Weihnachtsmarktbesucher war das fast 50 Meter hohe, bunt beleuchtete Riesenrad ein Muss.

Auch die Händler ziehen ein zufriedenes Fazit. Erika Hammel aus Cottbus betont: „ Wir haben in diesem Jahr vor allem unsere Cottbuser Pantoffeln verkauft, so viele  wie noch nie in den letzten 25 Jahren.“  Peter Kaube aus Großenhain gehört schon mehr als zwei Jahrzehnte zu den Kopfbedeckungsanbietern in Cottbus: „Auch dieses Jahr  sind die Mützen gut gegangen, Kindermützen, die gestrickten für junge Leute und die Hüte für die Senioren. Man braucht die Vielfalt und deshalb hat es für mich auch 2018 funktioniert.“

Kerzen, Räuchermännchen, Engel, Schwibbögen und vieles mehr waren zu haben. Beliebt wie immer die Herrnhuter Sterne: „2018 sind vor allem die großen Sterne gut gegangen“,  verriet Simone Hantke  aus Pulsnitz am hell erleuchteten Stand. Zusammen mit Oma und Uroma suchten Elia und Matthis Herold aus Cottbus auch noch eine kleinen Holzwichtel für Mutti auf dem Aktmarkt aus.

Man konnte natürlich auch Schlemmen:  Mandeln gab es diesmal reichlich.  „An den Wochentagen war die Kundschaft manchmal dünn, auch die Wochenenden  hätten besser sein können. Aber trotzdem sind wir  mit dem Umsatz zufrieden. Wir kommen seit zehn Jahren hierher. Unsere Renner waren  diesmal die Nutella- und  die Bailey`s- Mandeln“, resümiert  Enrico Slepitschka aus der Lutherstadt Wittenberg.

Stets gut besucht war die Böhmische Backstube, wo mit  Trdelnik aus Hefeteig etwas Besonderes angeboten wurde. Zum Außergewöhnlichen, das Anklang fand, gehörte auch die erstmals verkaufte Elchwurst am Flammlachsstand.  Jens Krautheim und Max Pusch aus Cottbus sorgten hier auch für den frisch produzierten Flammlachs und versprechen: „2019 wird es wieder beides geben“. Claudia Lehrack aus Cottbus bummelte mit Tochter Anne, die  aus Leipzig zu Weihnachten angereist war, und mit Tochter Sophie über den Markt: „Wir müssen hier sein, wir haben noch nicht genug Mandeln gegessen.“    Luisa Neumann aus Senftenberg hat eine kleine Kritik: „Die Weihnachtstanne  hätte schöner platziert sein können und schade, dass die Weihnachtskrippe so unscheinbar aufgestellt ist.“

Zur positiven Bilanz des Marktes trugen auch einheimische Unternehmen bei: Im Zelt vor dem Cafe Lauterbach war selten ein freier Platz zu haben, die geräucherten Fischhappen aus Peitz fanden guten Absatz und  Tassen und Kalender vom FC Energie Cottbus wurden viel gekauft.

„Wir sind zufrieden mit der Weihnachtsmarktbilanz“ sagte Eberhard Heieck von der COEX-Veranstaltungsagentur.