| 02:33 Uhr

"Tomato Krosno" wieder vorn

Ganz links ist mit der Nummer 9 der Startläufer der späteren Siegerstaffel "Tomato Krosno" zu sehen.
Ganz links ist mit der Nummer 9 der Startläufer der späteren Siegerstaffel "Tomato Krosno" zu sehen. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Cottbus/Zielona-Gora. Schon im Startbereich der 25. Internationalen Staffellaufes Cottbus – Zielona Gora hat ein bestens auf dieses Ereignis vorbereiteter Dieter Ignor via Mikrofon die schon ungeduldig wartenden Startläufer in die Siegerliste des Vorjahres schauen lassen, als er kundtat: "Nach unglaublichen fünf Stunden und 56 Minuten kam im Vorjahr ,Tomato Krosno' hier am Neumarkt als Sieger ins Ziel. Georg Zielonkowski / ski1

Da können wir gespannt sein, ob die Mehrfachsieger sich auch 2017 durchsetzen können. Zumal in diesem Jahr der Weg ja herüber in ihr Heimatland führt, wo am Streckenrand und am Ziel sicher viele Leute schon gespannt auf das Favoritenteam warten werden."

Und diese Wartenden wurden tatsächlich nicht enttäuscht. Führte doch auch bei der Jubiläumsauflage des Traditionsrennens erneut kein Weg am polnischen "Tomato"-Quintett aus Krosno vorbei, sogar eine nochmals verbesserte Zeit wurde am Ziel gegen 15 Uhr ins Protokoll geschrieben (5 Stunden und 51 Minuten)

Zwar schien das Wetter am Startplatz durchaus ideal, doch drückte die Sonne später erbarmungslos auf den Asphalt, wodurch sich die Leistungen aller angetretenen 69 Mannschaften einen noch größeren Respekt verdienten.

Gerhard Stolz, in Radler-Fachkreisen ausschließlich als "Möhrchen" bekannt, war einer der 15 Begleiter, die mit ihren Rädern an den Wechselpunkten für die Aufsicht und die erlaubte Unterstützung der Läufer sorgten. Am Neumarkt erzählte er kurz vor dem Start noch von der schönen Gewohnheit seiner Begleitmannschaft: "Für uns Teichlandradler ist es in jedem Jahr eine schöne Aufgabe diesen Traditionslauf zu unterstützen. Und nach einer Übernachtung drüben in Polen geht es dann am Sonntag per Rad die 100 Kilometer zurück nach Hause. Insofern werde ich dann auch wieder einen Teil meiner jährlichen 8000 Rad-Kilometer herunter gespult haben."

Unterdessen verwaltete Heike Hinz ihre 15 Helfer aus den Reihen der "Cottbuser Parkläufer". Wiederum hatte der Verein der Freizeitläufer das Traditionsereignis großartig vorbereitet, selbst die musikalische Umrahmung durch das Orchester der "Cottbuser Musikspatzen" fehlte nicht.

Kein Ohr dafür hatte jedoch Gerhard Schirmer. Als Mitglied der Jury war der noch Minuten vor dem Start mit einer Riesen-Mappe mit Listen unterwegs, um seine Aufgaben im Startbereich zu erfüllen "Hier am Start und auch dann draußen bei den Wechseln muss man schon für Ordnung und Disziplin sorgen. Immer wieder muss man da die Startnummer im Blick haben und diese dann mit der Laufliste jedes Teams vergleichen. Es muss ja tatsächlich der Läufer auf den neuen Lauf-Abschnitt geschickt werden, der laut Plan tatsächlich für die nächsten Kilometer vorgesehen ist. Aber bis auf ganz kleine Ausnahmen, die vielleicht nicht einmal vorsätzlich passiert sind, haben die Läufer in all den vorangegangenen 24 Jahren immer ganz korrekt ihre Wechsel durchgeführt", berichtet der profilierte Stamm-Kampfrichter jeglicher Leichtathletik-Veranstaltung in der Stadt Cottbus.

Bei dem Zieleinlauf der Mannschaften in der Cottbuser Partnerstadt war plötzlich lauter Jubel zu hören. Kam doch ziemlich überraschend die Mannschaft der den Staffellauf ausrichtenden Cottbuser Parkläufer als Sechste in Ziel (sechs Stunden, 32 Minuten).

"Wir haben unser Team im Vergleich zu früheren Teilnahmen deutlich verjüngt, aber dass damit gleich eine so tolle Platzierung einhergeht, macht mich ja doch sprachlos. Aber wir sind stolz und glücklich mit Platz sechs, das ist ja wohl logisch", so Rene Hintz der Vereinsvorsitzende der Parkläufer, die mit ihrer erneut perfekten Organisation schon zuvor viel Lob ernten konnten.