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"Tischtuch zerschnitten" – Linke kritisieren Cottbuser Rathauschef

Cottbus. Der Ortsvorstand Cottbus der Partei Die Linke kritisiert die jüngste Äußerung des Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). Dieser hatte nach einem Gespräch bei Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zum Thema Kreisgebietsreform erklärt: "Das Tischtuch ist zerschnitten." red/sh

Diese aus dem Mittelalter stammende Redewendung bezeichne das Ende aller Kontakte und jeglichen Miteinanders, heißt es in der Position der Linken. Auch der Cottbuser Ortsverband der Partei Die Linke sei gegen den zur Zeit im Raum stehenden Vorschlag eines Großkreises im Süden des Landes. "Wir verfolgen aber seit nunmehr fast zwei Jahren die Linie, zu diesem komplizierten Thema Fragen zu stellen, Meinungen zu äußern, Vorschläge zu unterbreiten und Forderungen zu stellen. Immer von einem Ziel geleitet - wo liegt für Cottbus die beste Lösung", so Eberhard Richter als Ortsvorsitzender.

"Das Handeln des Oberbürgermeisters führt Cottbus in eine ständig stärker werdende Isolation und stärkt eine diffuse ablehnende Haltung im Umland gegen unsere Stadt", ergänzt Richter. Die Linke halte die demokratisch legitimierte Auseinandersetzung und den Meinungsstreit für wichtiger und richtiger als ein stures Nein, als ein "Zerschneiden von Tischtüchern".

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