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| 02:35 Uhr

Tierschützer wollen Katzenflut eindämmen

Tierpflegerin Stephanie Schneider mit dem imposanten Kater "Fred".
Tierpflegerin Stephanie Schneider mit dem imposanten Kater "Fred". FOTO: Martina Arlt
Groß Döbbern. Zwischen Mai und Oktober werden Jahr für Jahr im Tierschutzliga-Dorf in Groß Döbbern bis zu 150 Katzenbabys abgegeben. Um dem vorzubeugen, gibt es jetzt Gutscheine mit einem finanziellen Zuschuss für die Kastration von Katzen. Martina Arlt

Für die Katzenliebhaber gibt es eine positive Nachricht. Denn nicht jede Katze muss Welpen bekommen, irgendwann "ist der Markt gesättigt". So startet das Tierschutzliga-Dorf auf dem Schäferberg (Groß Döbbern) eine Aktion und bezuschusst die Katzenkastration. Denn zwischen März und Oktober werden rund 150 Katzenkinder gefunden oder ausgesetzt, die im Tierheim auf dem Schäferberg "aufgefangen" werden.

"Das ist für unsere Mitarbeiter ein immenser Aufwand. Wir haben eine Katzenkinderstation, wo die Jungen zum Teil mit der Flasche aufgezogen werden. Wir möchten die Bevölkerung aufklären, die Katzen oder Kater kastrieren zu lassen. Wir möchten die Katzenkastration fördern und unterstützen, um das Unglück der wild lebenden Katzen zu verringern", so Dr. Annett Stange, Leiterin des Tierheimes.

Eine Kätzin gebärt zwei- bis dreimal im Jahr vier bis sechs Junge. Fest steht, eine kastrierte Katze lebt durchschnittlich doppelt so lange wie eine unkastrierte. Normalerweise kostet die Kastration einer Katze 90 bis 100 Euro, die eines Katers 50 bis 60 Euro. Im Tierschutzliga-Dorf sind Gutscheine erhältlich, die eine Kastration einer Kätzin mit 20 sowie eines Katers mit 10 Euro bezuschussen.

Auch die Tierärzte können dazu Auskunft geben. Damit können die Katzenbesitzer mithelfen, ungewollte Katzenkinder zu verringern.

Kastrierte Katzen bekommen als äußeres sichtbares Zeichen eine Kerbe ins Ohr. Insgesamt werden derzeit im Groß Döbberner Tierheim rund 280 Katzen betreut. Anfang des Jahres 2014 ist es den Mitarbeitern gelungen, zahlreiche Tiere zu vermitteln.

Immerhin streunen durch Deutschland zwei Millionen heimatlose Katzen. Straßenkatzen sterben an Kälte, Hunger und Krankheiten oder sie verunglücken im Straßenverkehr. Zahlreiche streunende Katzen werden auch von Jägern erschossen. Das Katzenelend lässt sich eindämmen, wenn sich die Tiere nicht mehr unkontrolliert vermehren.

Aus diesem Grund ist die Kastration so wichtig, betont das Tierheim.

Anfragen sind unter Telefon 035608 40124 möglich.