ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:54 Uhr

Tierschutz
Tierpark weist Vorwürfe zurück

Cottbus. Die Elefantenhaltung in Cottbus steht in der Kritik von radikalen Tierschützern. Von Andrea Hilscher

Die radikale Tierrechtsorganisation Peta übt harsche Kritik an der Elefantenhaltung in Cottbus. Hier, so der Vorwurf, würden die Tiere mit Elefantenhaken gequält. Diese Haken seien mit einer Metallspitze besetzt und würden den Elefanten enormem psychischen Stress bereiten. Die Haltung der Cottbuser Elefanten solle daher umgestellt werden – von derzeit „offenem Kontakt“ ohne Gittertrennung zwischen Tier und Wärter hin zu einem „geschützten Kontakt“, bei dem die Tierpfleger keine Haken nutzen müssten.

Dr. Jens Kämmerling, Leiter des Cottbuser Tierparks, weist den Vorwurf der Tierquälerei entschieden zurück. „Wir pflegen einen sehr entspannten Umgang mit unseren beiden Elefantendamen“, so Kämmerling. „In 90 bis 100 Prozent aller Interaktionen wird der Elefantenhaken überhaupt nicht verwendet.“ Nur in besonderen Fällen, etwa bei einer Behandlung durch den Tierarzt, wird der Haken bereitgehalten.

Er sei allerdings nicht spitz, könne das Tier nicht verletzen. Die von Peta geforderte Umstellung auf einen geschützten Kontakt sei technisch in Cottbus zwar machbar – „sie nützt aber unseren Elefanten nichts.“ Sundali und Karla leben seit 50 Jahren in engem Kontakt mit ihren Tierpflegerinnen, zu denen sie ein besonderes Vertrauensverhältnis entwickelt haben. Trotzdem müssten die Pflegerinnen im täglichen Umgang ihre Position gegenüber den Tieren behaupten.