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Tierheim wird modern

Vereinschef Lutz Linke ist die Triebfeder für die Modernisierung des Tierheims. Im nächsten Jahr würde er gern den Hundezwinger am Eingang erneuern.
Vereinschef Lutz Linke ist die Triebfeder für die Modernisierung des Tierheims. Im nächsten Jahr würde er gern den Hundezwinger am Eingang erneuern. FOTO: pk
Cottbus. Das Cottbuser Tierheim steckt mitten in einem Modernisierungsprozess. Das verbessert nicht nur das Leben der Tiere, sondern auch die Arbeitsbedingungen der Menschen. Peggy Kompalla

Auf dem Hof des Cottbuser Tierheims stapeln sich die Dämmstoffplatten. Zu gut zwei Dritteln ist das Haupthaus des Tierschutzvereins bereits damit eingehüllt. Das ist die auffälligste Baustelle auf dem Areal. Fast noch wichtiger ist aber die Erneuerung der gesamten Elektro- und Heizungsanlage - inklusive Installation einer Solaranlage. Kostenpunkt: rund 56 000 Euro. Gefördert wird es durch das Brandenburger Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit. Das Tierheim befindet sich mitten in einem Modernisierungsprozess. Begonnen hat er im Jahr 2014 - und ist längst nicht abgeschlossen. Das weiß Vorstandschef Lutz Linke.

Dabei hat der Verein einen herben Rückschlag weggesteckt, der im November über ihn hereinbrach. Damals brachen Unbekannte in das Gelände ein, durchwühlten und verwüsteten alle Räume und ließen aus den Werkstätten wertvolles Arbeitsgerät mitgehen. "Der Schaden summiert sich auf rund 8900 Euro", sagt Lutz Linke. Diesem Schock folgte eine enorme Hilfe und Spendenbereitschaft. "Das hat uns sehr geholfen. Wir haben mittlerweile alle Arbeitsmittel ersetzt." Der Deutsche Tierschutzbund übernahm die Finanzierung einer neuen Alarmanlage. "Mit Aufschaltung", erklärt Linke. Schlägt der Alarm an, fährt ein Sicherheitsdienst los, um nach dem Rechten zu sehen.

Nichtsdestotrotz schaut der Vereinschef mit Genugtuung auf das bereits Erreichte. Das kann sich wirklich sehen lassen. 2014 erhielt die Hundequarantäne einen neuen Dachstuhl, 2015 wurde die Katzenquarantäne komplett erneuert. "Das war die erste große Baustelle", erzählt Lutz Linke. 2016 folgten ein neues Katzenhaus und ein artgerechtes Kleintiergehege. In diesem Jahr geht es an die Effizienz, wie es der Chef nennt. Die Modernisierungen machen sich längst auf dem Konto des Tierschutzvereins bemerkbar. "Wir sparen enorm an Gas- und Stromkosten."

Das Tierheim gibt sich nicht nur mit den großen Projekten zufrieden. Mindestens genauso wichtig sind die kleineren Baustellen, die in Eigenleistung erledigt werden. "Wir gestalten den Katzenpark gerade um", berichtet er. Der Vorplatz ist gepflastert. Ein Gartenhäuschen aus Holz entsteht und am Katzenhaus steht ein neues Vordach.

Lutz Linke erklärt: "Wir verfolgen das Konzept, dass sich neben der Qualität der Versorgung der Tiere, auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verbessern", betont der Chef. Das Tierheim habe eine gesellschaftliche Aufgabe und versteht sich als offenes Haus.

Zum Thema:
Im Tierheim, Am Großen Spreewehr 1a, leben derzeit 150 Katzen und 25 Hunde. Darüber hinaus befinden sich mehrere Kaninchen und Meerschweinchen in Pflege. Die Einrichtung ist von Dienstag bis Donnerstag zwischen 14 und 16 Uhr und samstags von 12 bis 14 Uhr geöffnet.