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| 02:33 Uhr

Tierheim hat das Startkapital für den dritten Bauabschnitt

Lutz Linke und Gudrun Schlüter zeigen Sven Walter (l.), was bereits im Tierheim saniert wurde.
Lutz Linke und Gudrun Schlüter zeigen Sven Walter (l.), was bereits im Tierheim saniert wurde. FOTO: ani
Cottbus. Ein Schaden von mehreren Tausend Euro ist dem Cottbuser Tierheim Ende November entstanden. Einbrecher hatten auf der Suche nach Bargeld Türen beschädigt, Räume und Teile des Geländes verwüstet. Spontan brachte die Sparkasse Spree-Neiße damals einen Tresor ins Tierheim. Nun kam Sven Walter, Direktor der Sparkassen-Direktion Cottbus-Süd, mit einem Scheck vorbei. Annett Igel-Allzeit

Die 6000 Euro der Sparkasse werden als Startkapital für die Heizungsanlage gebraucht. Denn auf den Zustimmungsbescheid vom Land für den dritten Bauabschnitt wartet der Tierschutzverein, Träger des Tierheims, noch. Seit 2015 wird auf dem Gelände gebaut. Nachdem klar war, dass ein kompletter Neubau mit der Stadt Cottbus nicht zu stemmen ist, entschied sich der neue Vorstand für den Weg der kleinen Schritte, wie Gudrun Schlüter, stellvertretende Vereinsvorsitzende, erzählt. Das Dach ist dicht, das Vordach ein beliebter Treffpunkt. Die Katzenquarantäne entspricht den rechtlichen Vorgaben, auch das Fliegengitter konnte organisiert werden. Die Sanitäranlagen wurden erneuert. Kleintiere wie Kaninchen und Kanarienvögel haben bessere Bedingungen. Eine Wärmedämmung kam auf die Außenwände, die Fassaden haben freundliche Farben bekommen. Was in den ersten zwei Bauabschnitten geschaffen wurde, soll durch eine Heizungsanlage komplettiert werden. "Sie verbessert die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. In der Quarantänestation zum Beispiel muss einfach warmes Wasser zur Verfügung stehen", sagt der Vereinsvorsitzende Lutz Linke. Eine Erdgas-Solar-Anlage wird das alte Heizsystem ersetzen und künftig die Nebenkosten senken helfen. Rund 26 000 Euro kostet der dritte Bauabschnitt. Fördermittel sind beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit beantragt. Elf Mitarbeiter, zwei Umschüler und eine Bundesfreiwillige kümmern sich um 160 Katzen, 25 Hunde und Kleintiere. "Mit Streicheln ist es nicht getan, ein Großteil der täglichen Aufgaben sind Reinigungsarbeiten", sagt Linke. Der Tresor war die spontane Reaktion auf den Einbruch, so Sven Walter: "Dass eine Einnahme kurz vor Feierabend verschwindet, ist unnötig." Im Tresor sei das Geld für eine Nacht sicher, den könnten Täter im Gegensatz zu Kassetten nicht wegtragen.

Nach dem Einbruch erlebte der Verein eine Welle der Solidarität. "Nur deshalb können wir die 6000 Euro nun für die Heizung nutzen", sagt Linke. Zurzeit prüft der Verein, welche Alarmanlage das Tierheim besser vor Einbrechern schützt.