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| 17:45 Uhr

Cottbus
Theater an der Brache zitiert aus Petition

 Zum Kulturnachmittag mit Michael Becker (rechts) an der Brachfläche neben dem Blechen Carré hatte die Bürgerinitiative eingeladen.
Zum Kulturnachmittag mit Michael Becker (rechts) an der Brachfläche neben dem Blechen Carré hatte die Bürgerinitiative eingeladen. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Einen stimmgewaltigen Kulturnachmittag neben dem Blechen Carré gestaltete der Schauspieler Michael Becker.

Zu einem Kulturnachmittag mit dem Schauspieler Michael Becker an der Brachfläche neben dem Cottbuser Blechen Carré hatte die Bürgerinitiative Schönes Cottbus am Samstagnachmittag eingeladen. Zu den Veranstaltern vom „Theater am Schandfleck“ zählten neben der Bürgerinitiative auch „Unser Cottbus“ und der Regionalverband der Cottbuser Naturschützer.

Der Schauspieler Michael Becker, der selbst im der „Wohnscheibe“ in der Stadtpromenade wohnt und viele Erinnerungen zum Beispiel mit dem einstigen Café „Cubana“ und an seine Inszenierung des Theaterstücks „Hallo Nazi“ in einem der bereits leegezogenen Pavillons verbindet, zitierte aus den Einträgen von Einwohnern und Gästen der Stadt in die Petition zum berüchtigsten Schandfleck der Stadt. „Das sieht ja hier aus als ob es einen Terrorangriff gab. Cottbus tut mir leid! So was habe ich in einer anderen Stadt noch nicht gesehen.“ Und: „Will sich Cottbus noch länger so den Besuchern und Gästen der Stadt präsentieren? Zehn Jahre sind doch wohl genug. Die Stadtverwaltung muss dem Flächenbesitzer die Rote Karte zeigen“ heißt es dort unter anderem.

Theatralisch und wortgewaltig forderte der Schauspieler Michael Becker den Rückbau der Brache zu dem, was es einmal gab. Das „Sternchen“ sei identitätsstiftend gewesen, und man könne an gleicher Stelle ein neues Café in Form einer gläsernen Pyramide errichten, wie sie Paris habe oder die Glashütte Döbern. Das wäre eine Referenz an Pückler, gleich neben dem Blechen-Carré. Der Park hieße folglich Pückler-City-Park mit Teichen, Sträuchern, Blumenrabatten, Springbrunnen, Kinderspielplätzen, Bänken und Skulpturen unserer Cottbuser Künstler. „Der Clou wäre aber die Grube, das Loch, in dem einst die Bowlingbahn war, nicht zuzuschippen, sondern als unterirdischen Zentralen Pückler-Club für die Jugend auszubauen.“

Mitten im Publikum saß auch Maik Lütke aus Cottbus: „Ich bin eher durch Zufall heute Nachmittag hier vorbeigekommen. Das ist ein interessantes Thema, das immer wieder auf die Tagesordnung geholt werden sollte“, erklärte er.