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| 07:37 Uhr

Bilanz des Sturmtiefs
Temperatursturz, Tagebaustaub und ein gekentertes Boot

Staubwolke aus dem Tagebau Nochten.
Staubwolke aus dem Tagebau Nochten. FOTO: Gabi Nitsche
Sturmtief „Cathy“ hat am Donnerstag einigen Staub aufgewirbelt in der Lausitz – im wahrsten Sinne des Wortes. Außerdem gab es einen gestürzten Radler und ein gekentertes Boot. Von Bodo Baumert

60 wetterbedingte Einsätze hat die Leitstelle Lausitz nach dem Durchzug des Sturmtiefs am Donnerstag gezählt. Es handelte sich aber meist um umgeknickte Bäume.

Einen Leichtverletzten gab es nach Angaben der Polizei bei Freienhufen. Der Mann war auf dem Fahrrad von Großräschen nach Freienhufen unterwegs, als ihn eine Windböe erwischte und vom Fahrrad blies. Seine Verletzungen wurden im Krankenhaus behandelt.

Auf dem Kleinen Schwielochsee kenterte ein kleines Segelboot, nachdem es von einer Windböe erfasst wurde. Die drei Insassen konnten sich retten und blieben unverletzt.

In den Tagebauen der Region hat das Sturmtief Staubmassen aufgewirbelt. „Diese Dreckwolke reicht bis in die Innenstadt und lässt es zwischen den Zähnen knirschen. Der Dreck setzt sich auf der Haut ab und genauso auf alles, was im Freien steht“, berichtet Reporterin Gabi Nitsche aus Weißwasser. Das sind in der Bergbau-Sprache sogenannte Episoden, zu denen es aufgrund starken Windes und anhaltender Trockenheit kommen kann. „Wir haben viel probiert, aber dagegen noch kein Mittel gefunden. Das trifft ja auf die Landwirtschaftsflächen genauso zu“, hatte Jens Höhna, der Immissionschutzbeauftragte der Leag bei einer Einwohnerversammlung gesagt. Da würde auch Nebelkanone nicht helfen, die aufgestellt wurden.

Gebracht hat Cathy der Lausitz auch einen deutlichen Temperatursturz. Am Nachmittag sanken die Temperaturen mancherorts in kurzer Zeit um die Hälfte. In den kommenden tagen sollen sich die Temperaturen laut Vorhersage langsam wieder erholen.